Sturmflut 1962 von
Thomas Sävert
Sturmflut Hamburg
NDR-Dokumentation der Sturmflutnacht von ARD Video

Die Dokumentation des NDR zur Sturmflut am 16./17. Februar 1962 kann auch bei ARD-Video bestellt werden.
Sturmflut Hamburg 1962:
Am 16./17. Februar 1962 ereignete sich eine der schlimmsten Katastrophen der Hamburger Geschichte. Daran erinnerten auch im Februar 2006 wieder zahlreiche Sondersendungen in Rundfunk und Fernsehen, darunter Dokumentationen beim NDR und bei RTL sowie ein zweiteiliger Spielfilm bei RTL:
Spielfilm "Die Sturmflut" bei RTL (Feb. 2005)
Logbuch einer Katastrophe: Die Hamburger Sturmflut 1962
(Gesendet am Montag, 18.02.02, 21:45 Uhr in der ARD).

Damals war die Höhe der Sturmflut zunächst falsch eingeschätzt worden. Mit einem Wasserstand von 5,70 Metern am Hamburger Pegel hatte niemand gerechnet. Danach wurde ein Untersuchungsausschuss eingesetzt, der 19 Monate lang nach den Ursachen forschte. Es stellte dann seine Arbeit ein, ein menschliches Versagen konnte nicht nachgewiesen werden.
Am 16./17. Februar 1962 brach über die deutsche Nordseeküste die schwerste Sturmflut seit über 100 Jahren herein. Orkanböen bis 200 Kilometer pro Stunde und meterhohe Wassermassen ließen die Deiche an der Küste, an der Elbe und Weser brechen. Am schlimmsten traf die Flutkatastrophe das 100 Kilometer von der Küste entfernte Hamburg. Ganze Stadtteile standen unter Wasser, über 300 Menschen kamen ums Leben. Über 60.000 Bewohner südlich der Elbe wurden obdachlos. Strom, Gas und Wasser fielen in der Millionen-Stadt aus.

Die Dokumentation "Die Nacht, als die Deiche brachen" schildert die Ereignisse der Sturmflutnacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 und die Tage danach. Original-Filmaufnahmen werden ergänzt durch Aussagen von Zeitzeugen. So erzählen der damalige Polizei- und spätere Innensenator Helmut Schmidt, der ehemalige Ortsamtleiter von Wilhelmsburg, ein Hubschrauberpilot und weitere Zeitzeugen von ihrer Arbeit und ihren Eindrücken an jenen Tagen und Nächten. Welche Lehren Hamburg aus der Sturmflut von 1962 gezogen hat, wie sich Stadt und Hafen gegen die Flut schützen, ist ebenfalls Bestandteil der Dokumentation.
DRK-Helfer im Fluteinsatz
DRK Helfer im Fluteinsatz

Hamburg 1962
Hamburg 1962
Deichbruch 1962 Neuenfelde
Links zur Sturmflut 1962:
Tausende Menschen konnten damals noch aus den überfluteten Stadtteilen Hamburgs gerettet werden. Im Einsatz waren unter anderem auch die Bundeswehr und deren NATO-Verbündete - alamiert von Helmut Schmidt, der damals eigentlich nicht dazu befugt war, aber in der Not richtig handelte. Nebenstehend sehen Sie das berühmte Foto, das den DRK-Helfer Klaus-Peter Behrens mit einem geretteten Kind zeigt.
Die große Sturmflut in Hamburg 1962 (NDR)
Die Nacht der großen Flut (NDR)
Die Sturmflut: Was 1962 in Hamburg geschah (Stern TV)
RTL-Seite zum Film "Die Sturmflut" (RTL)
Die große Sturmflut Hamburg (Bild.de)
Sturmflut 1962 (DLRG - Einsatzberichte)
Übersicht Einsatzberichte DLRG
Bilder aus Neuenfelde/Altes Land
Sturmfluteinsatz 1962 (THW Oldenburg)
NDR 90,3 erinnert an die Hamburger Sturmflut (NDR)
"Stadt unter" (Spiegel Online)

Mehr zu Sturmfluten in Hamburg
Wenn Sturm aus Westnordwest stundenlang das Wasser in die Elbmündung drückt, kann es hier und in Hamburg sehr schwere Sturmfluten wie im Jahre 1962 geben. Im Januar 1976 lief das Wasser etwa 0,75 Meter höher auf als 1962, die inzwischen erhöhten und verstärkten Deiche hielten in der Stadt aber dem Wasser stand.

Einige allgemeine Links:
Sturmflut im Landkreis Stade (Gemeinde Jork)
Sturmflutschutz im Hamburger Hafen
Infos zum Sturmflutschutz von Hamburg Magazin
Die höchsten Sturmfluten von Hamburg Magazin
Sturmflut 03.-04.12.1999 in HH-Altona (DLRG)

Wetterlage 16.02.1962
Wetterlage 17.02.1962
Die beiden Karten zeigen die Wetterlage am 16./17. Februar 1962, als ein Orkantief über Skandinavien zur Ostsee zog und das zugehörige Sturmfeld die Nordsee und Norddeutschland voll erfasste.
Mehr zur Wetterlage 16./17.02.1962:
Bereits Tage zuvor zogen mehrere Sturmtiefs vom Seegebiet südlich Islands zur nördlichen Nordsee und weiter nach Skandinavien. Bei großen Temperaturgegensätzen enstand dann am 15. Februar ein Orkantief, das unter Verstärkung über das Nordmeer und das südliche Skandinavien nach Osten bis Südosten zog. Am späten Nachmittag des 16. überquerte die zugehörige Kaltfront Norddeutschland mit zahlreichen Gewittern. Dahinter drehte der westliche Wind auf Nordwest und erreichte in Böen auch im Binnenland verbreitet Orkanstärke. Bei dieser Windrichtung drückte der Wind immer mehr Wasser in die Elbmündung. Diese Wirkung wurde unterschätzt und erst gegen 20:30 Uhr wurde das Fernsehprogramm des NDR unterbrochen. Als dann kurz nach 22 Uhr das Wasser in Cuxhaven über die Deichkrone in die Innenstadt lief, war klar, daß für Hamburg schlimmeres drohte. Die hohen Wasserstände resultierten vor allem durch die lang anhaltenden Nordwestwinden, kurz vor Vollmond (19.02., 14:17 Uhr MEZ). Zwei Tage später wäre die Flut noch höher aufgelaufen.

Weitere Karten zur Sturmflutlage (Matthias Habel, Forum der Wetterzentrale)

zur Sturmflutseite von Thomas Sävert

zur Homepage von Thomas Sävert