Staubteufel von
Thomas Sävert
Die Staubteufelliste Deutschland listet nur markante Staubteufel auf, z.B. auch mit Schäden. Diese Liste befindet sich noch im Aufbau, sie wird noch erweitert.

Datum Ort Stärke Beschreibung
27.08.2019 Bad Essen
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:19 Uhr MESZ. Beobachtung eines markanten und sehr großen Staubteufels.

Video des Staubteufels (Facebook)

26.08.2019 Schkeuditz
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: 14:00 bis 14:30 Uhr MESZ. Beobachtung zahlreicher Staubteufel: "Die genauen Koordinaten meines Standpunktes: 51°20'28.9" N 12°12'30.2" E, B186, 04435 Schkeuditz - Betroffen waren die umliegenden Ackerflächen. Beobachtet habe ich unzählige kleine und etwa 10 Staubteufel der größeren Sorte. Die Breite würde ich auf bis zu 20m schätzen, vielleicht mehr. Höhe konnte ich schlecht abschätzen, ein paar schafften es aber die Höhe der Strommasten zu übertreffen. Ich weiß aber leider nicht, welche Höhe sie haben. Die Uhrzeit der Beobachtung war von 14:00 bis 14:30 Uhr."

Video der Staubteufel (Facebook)
Weiteres Video der Staubteufel (YouTube)

26.07.2019
Verdacht
Neunburg vorm Wald
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Wochenblatt vom 27.07.2019: "Windhose bei Neunburg vorm Wald erfasst Baustellentoilette – über 20.000 Euro Schaden. Ein kleinräumiger Luftwirbel mit annähernd senkrechter Drehachse (so genannte Windhose) bemächtigte sich am Freitag, 26. Juli, gegen 17.30 Uhr in Fuhrn/Neunburg vorm Wald überraschend eines Baustellentoilettenhäuschens und wirbelte dieses zunächst circa 15 Meter in die Höhe. NEUNBURG VORM WALD Als die Bedürfnisanstalt wieder zu Boden fiel, traf diese zwei neuwertige Fahrzeuge, wodurch jeweils mindestens ein Sachschaden von 10.000 Euro verursacht wurde. Überdies wurde hierbei auch ein Stromverteilerkasten der Stadtwerke umgedrückt. Zum Glück wurde hierbei niemand verletzt. Die Verwunderung über dieses seltene Naturereignis war jedoch groß, auch bei der Polizei. Es gibt eben nichts, was es nicht gibt. Auch in Neunburg vorm Wald ..."

Windhose bei Neunburg vorm Wald erfasst Baustellentoilette (Wochenblatt, 27.07.19)

19.04.2019 Dellbrück
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 13:00 Uhr MESZ. Markanter Staubteufel richtet leichte Schäden an, dazu der Bericht eines Augenzeugen: "An der Hardthofstr. an den Feldern. Der Wirbel kam ganz plötzlich. Ich saß auf der Bank und las, als mir eine starke Windbrise Sand und Steine ins Gesicht wehte, daraufhin flog mein Fahrrad viele Meter weit weg und ich musste mich mit beiden Händen und aller Kraft an der Bank festhalten um nicht weggerissen zu werden. Zum Glück konnte ich mir meine Tasche vor das Gesicht halten dabei, denn die Steine und der Sand schlugen dagegen. Ich konnte mich kaum noch halten; der Sog war unglaublich stark. Als ich gerade dachte, dass ich es länger nicht schaffen würde und dachte, ich würde gleich durch die Luft gewirbelt, wurde es schwächer. Ich war vollkommen geschockt. Ein Nachbar, der ca 10 Meter daneben auf der Leiter gestanden hatte, musste sich auch festhalten. Seine Frau kam angerannt, wollte wissen, ob alles in Ordnung wäre. Etwas hatte sich auch von deren Haus gelöst und war weg geflogen. Das suchte er wieder zusammen. Sie fragten mich mehrmals, ob alles in Ordnung wäre und boten mir etwas zu trinken an. Ich musst mich erst mal sammeln und fragte den Mann, warum er nicht von der Leiter gefallen war. Er meinte, er hätte sich zum Glück nicht mitten drin in der Windhose befunden, so wie ich. Wir beobachteten dann wie diese wirklich grosse Windhose über die Felder fegte und die Pferde dort in Panik weg galoppierten. Ich wollte eigentlich schnell nach Hause, aber der Mann meinte, dass dieser Wirbel nicht nochmal an die gleiche Stelle käme und so blieb ich noch etwas und versuchte mich so weit es möglich war von den Steinen und dem Sand in meinen Haaren und den Klamotten zu befreien. Ich habe so etwas noch nie erlebt."

16.04.2019
Verdacht
Bamberg
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 17:30 Uhr MESZ.

Bamberg: Plötzlicher Sturm wirbelt Gärtnerei durcheinander (inFranken.de, 18.04.19)

23.08.2018
Verdacht
Bischofswerda
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Markanter und sehr großer Staubteufel beobachtet.

Windhose am Butterberg in Bischofswerda (Dresdner Neueste Nachrichten, 24.08.18)

17.08.2018
Verdacht
Diera-Zehren
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Mutmaßlicher Staubteufel beschädigt die Dächer von drei Häusern leicht, zahlreiche Dachziegel werden abgedeckt.

14.08.2018 Großenhain
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Staubteufel reist bereits gelandeten Gleitschirmflieger mit, der dabei ums Leben kommt.

Windhose reißt Flieger weg (Sächsische Zeitung, 14.08.18)

02.08.2018 Plodda
Sachsen-Anhalt
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MESZ. Markanter Staubteufel gefilmt.

Im Auge des Staubteufels (Mitteldeutschen Zeitung, 02.08.18)

03.07.2018
Verdacht
Altenburg
Thüringen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Mutmaßlicher Staubteufel richtete Schäden an.

Dach von Gedenkbaracke in der Poststraße weggerissen (Leipziger Volkszeitung, 04.07.18)

01.07.2018 Lieskau
Sachsen-Anhalt
n.bek. Zeitpunkt: früher Nachmittag. Nach einem großen Flächenbrand entstand auf der dunklen Landfläche ein gewaltiger Staubteufel.

Video des Staubteufels (Facebook)
Weitere Fotos des Brandes (Facebook)

03.06.2018 Eppertshofen
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Markanter Heuteufel wirbelt Massen an Heu weit nach oben.

Video des Heuteufels (YouTube)

19.05.2018 Pouch
Sachsen-Anhalt
n.bek. Zeitpunkt: mittags. Staubteufel riss Zelte auf dem Sputnik-Festival in Pouch (Ortsteil der Gemeinde Muldestausee im Landkreis Anhalt-Bitterfeld) in die Luft.

Windhose wirbelt Zelte und Pavillons in die Luft (Mitteldeutsche Zeitung, 20.05.18)

19.05.2018 Großenkneten
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 13:00 Uhr MESZ. Markanter und langlebiger Staubteufel nur wenige Meter neben der Autobahn A29.

19.06.2017 Bad Wildungen
Hessen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 13:20 Uhr MESZ. Markanter Staubteufel mitten in Bad Wildungen.

Video des Staubteufels (Facebook)

14.06.2017 Wolfhagen-Istha
Hessen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Markanter Heuteufel.

Video des Heuteufels (von Waldemar Letkemann, ca. 11,5 MB)

06.06.2017 Willich
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Heuteufel trägt Heu auf einen Friedhof und auf eine Stromleitung.

Windhose trägt Heu auf Friedhof (RP Online, 07.06.17)

02.06.2017 Köln-Zollstock
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Markanter Staubteufel auf einem Fußballplatz.

Video des Staubteufels (Facebook)

02.06.2017 Pouch
Sachsen-Anhalt
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Staubteufel riss Zelte auf dem Sputnik-Festival in Pouch (Ortsteil der Gemeinde Muldestausee im Landkreis Anhalt-Bitterfeld) weit in die Luft.

Video des Staubteufels (Facebook)
Video des Staubteufels (Facebook)

01.06.2017
Verdacht
Heidenheim
Baden-Württemberg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Heidenheimer Zeitung vom 02.06.2017: "Zwei Windhosen bilden sich fast zeitgleich in Heidenheim - Am Donnerstagabend bidlete sich auf dem WCM-Areal eine Windhose. Zu selben Zeit spielte sich ein solches Naturschauspiel auch in der Weststadt ab. Es ist ein Wetterphänomen, das vornehmlich in Trockengebieten und Wüsten häufig auftritt - hierzulande hingegen deutlich seltener: Die bodennahe Windhose, oder auch Staubhose. Gegen 19 Uhr beobachteten Passanten und Anwohner eine rotierende Staubwolke auf dem WCM-Areal. In Sekundenschnelle schraubte sich die Windsäule in die Höhe und wanderte dabei in Richtung Norden. Dabei wurde auch eine schwaze Plastikplane mit in die Höhe gerissen, die weit aufstieg und noch minutenlang im Himmel über Heidenheim zu sehen war. Nahezu zeitglich trat eine weitere Staubhose in der Weststadt auf. Dort passierte es auf den HSB-Tennisplätzen nahe der Raubuchschule. Tennisspieler, die dort auf dem Platz waren, fanden sich plötzlich inmitten der roten Wolke wieder. "Da fühlt man sich plötzlich wie in einem kleinen Sturm", berichtet einer der Sportler. "Wir waren alle total überrascht und fasziniert." Derartige Staubhosen entstehen, wenn sich die Luft in Bodennähe sehr stark erhitzt und sich anschließend Thermikblasen bilden und vom Boden ablösen. Wenn die darüber liegende Luft leicht rotiert, wird diese Rotation durch die aufsteigende Luft verstärkt. Durch den Pirouetteneffekt kann dabei ein hohes Windtempo erreicht werden - bis hin zur Orkanstärke von 120 und mehr Stundenkilometern. Meist bleibt es aber bei etwa 50 Stundenkilometern. Und: Meist lösen sich kleine Staubhosen auch schon nach wenigen Sekunden wieder auf - so wie am Donnerstagabend in Heidenheim."

Zwei Windhosen bilden sich fast zeitgleich in Heidenheim (Heidenheimer Zeitung, 02.06.17)

12.05.2017 Arnstadt
Thüringen
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Markanter Staubteufel beim Wollmarkt in Arnstadt.

Video des Staubteufels (Facebook)

23.07.2016 Schönefeld
Brandenburg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Markanter Staubteufel nahe Schönefeld.

Staubteufel bei Schönefeld (Facebook)

20.07.2016
Verdacht
Riesa
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 22.07.2016: "Sturmböe fegt durch Kleingarten - Riesa. Ein plötzlicher Sturm hat einem Riesaer Ehepaar am Mittwochnachmittag mehr als nur einen Schrecken eingejagt. Gegen 15.45 Uhr saßen Ursula und Werner Scholz gerade im gemeinsamen Garten in der Dimmelgasse in Weida. „Auf einmal gab es einen lauten Knall“, erzählt Ursula Scholz. Ein plötzlicher Windstoß hatte mit einem Mal die Markise vor der Laube erfasst, in ihre Einzelteile zerlegt und auf das Dach des Gartenhäuschens geworfen. Nach gerade einmal fünf Sekunden sei der Spuk vorbeigewesen, sagt Ursula Scholz. „Wir standen erst einmal unter Schock, aber unsere Nachbarn kamen gleich mit Leitern angerannt.“ Schließlich musste die Markise vom Dach der Laube geborgen werden. Zu gebrauchen sei das 300 Euro teure Stück aber nicht mehr – der Wind hatte es total zerfetzt. Was dem Ehepaar wiederfahren ist, weckt Erinnerungen an die Trichterwolke, die viele Riesaer Mitte Juni nahe der Stadt gesehen hatten. Und doch sind beide Ereignisse völlig verschieden, erklärt Andreas Friedrich. Er ist Tornado-Experte beim Deutschen Wetterdienst. Mit dem Verweis auf eine Windhose seien die Leute immer sehr schnell bei der Hand. Dagegen spricht im aktuellen Fall schon ein Blick in den Himmel, sagt der Experte: „Es war am Mittwoch wolkenlos und warm in Riesa.“ Das sei kein Wetter für Trichterwolken und Tornados, denn die entstünden bei starker Bewölkung. Andreas Friedrich hat aber eine andere Erklärung parat: „Es hat sich höchstwahrscheinlich um einen Staubteufel gehandelt.“ Die entstehen laut Friedrich über erhitztem Gelände und sind im Sommer. „Auf trockenen Feldern sieht man sie häufig, wenn Sand und Staub wie von Geisterhand hochgewirbelt werden.“ Jährlich würden Hunderte oder gar Tausende dieser Staubteufel an den Wetterdienst gemeldet, wenn das Wetter stimme. „Dass ihre Zahl in letzter Zeit zugenommen hat, können wir aber nicht bestätigen“, so Friedrich. Ein solcher Staubteufel könne ähnlich einer Windhose auch von A nach B ziehen. Meist dauere er aber nur wenige Minuten. Auch wenn sie keine Tornados sind – ungefährlich seien sie deshalb noch lange nicht, sagt der Experte. „Teilweise entwickelt so ein Wirbelwind Geschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern.“ Der könne dann auch schwere Gegenstände zu Geschossen machen. Die beiden überraschten Kleingärtner aus Weida hätte es also noch schlimmer treffen können."

Sturmböe fegt durch Kleingarten (Sächsische Zeitung, 22.07.16)

20.07.2016 Krefeld
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 12 Uhr MESZ. Staubteufel auf einem Firmengelände.

Staubteufel in Kredfeld (Facebook)
Video des Staubteufels (Facebook)

07.07.2016 Seeon-Seebruck
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14 Uhr MESZ. Mehrere Heuteufel auf einem Feld nahe Seeon-Seebruck.

Wunderschöne Heuteufel (Facebook)

28.06.2016 Roßla
Sachsen-Anhalt
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 28.06.2016: "Windhose sorgt für Brand auf Feld - In der Nähe von Roßla hat es auf einem Feld gebrannt. Ursache war laut Polizei eine Windhose. Diese hat auf dem Feld liegendes Heu in eine Stromleitung gewirbelt, dabei hat sich das Heu entzündet. Gebrannt hat es auf einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Bennungen und Roßla mit drei Fahrzeugen und 22 Leuten, die das Feuer gelöscht haben. Menschen oder hohe Sachwerte waren nicht gefährdet."

Windhose sorgt für Brand auf Feld (Mitteldeutsche Zeitung, 28.06.16)
Polizeimeldungen vom Dienstag, 28.06.2016 (Hall Anzeiger, 28.06.16)

11.06.2016
Verdacht
Banzkow
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Möglicher Staubteufel hebt u.a. Trampolin in die Luft. Aus einer Meldung des NDR vom 13.06.2016: ""Staubteufel" hebt Trampolin mit Mädchen auf Dach - Eine starke Böe, auch genannt Kleintrombe oder Staubteufel, hat in Banzkow bei Schwerin für Aufregung gesorgt. Eine kräftiger Windstoß wirbelte am Sonnabend ein Gartentrampolin mit einem fünfjährigen Mädchen auf ein Hausdach. Ein Planschbecken aus demselben Garten sammelten die Feuerwehrleute in 800 Meter Entfernung ein. Das Mädchen hatte gemeinsam mit zwei anderen Kindern auf dem Trampolin mit Sicherheitsnetz gespielt. Als die Böe das Spielgerät erfasste, gelang es der Großmutter noch, die beiden anderen Kinder wegzuziehen. Das im Boden verankerte Trampolin aber hob mit dem fünfjährigen Mädchen zusammen ab, drehte sich in der Luft und prallte gegen das Hausdach. Während das Trampolin abstürzte, konnte sich die Fünfjährige in fünf Metern Höhe an dem Spitzdach festhalten. Ihr Großvater holte sie mit einer Leiter herunter. Das Mädchen erlitt Prellungen und Abschürfungen am ganzen Körper, sagte die Mutter im Gespräch mit NDR 1 Radio MV. Ansonsten sei sie wohlauf. Das Trampolin schlug so heftig auf das Dach auf, dass etliche Ziegel zerbrachen. Der Windstoß kam buchstäblich aus heiterem Himmel. Es war ein wolkenloser, sonniger Nachmittag bei absoluter Windstille in Banzkow. Laut NDR Wetterstudio Hiddensee deuten sich solche starken Böen vorher nicht an - eine Vorhersage ist unmöglich. Diese auch Kleintromben oder Staubteufel genannten Ereignisse seien nicht mit einer Windhose oder einem Tornado zu verwechseln. Ein Tornado brauche andere Bedingungen und habe auch erheblich mehr Kraft."

"Staubteufel" hebt Trampolin mit Mädchen auf Dach (NDR, 13.06.16)

22.04.2016 Großolbersdorf
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:53 Uhr MESZ. Ausgeprägter Staubtel auf einem Feld nahe Großolbersdorf im Erzgebirgskreis.

Ausgeprägter Staubteufel heute in Großolbersdorf/Erzgebirgskreis 22.04.2016 (Wetterkanal)
22.04.16 – Staubteufel in Großolbersdorf (Fichtelberg im Erzgebirge und Umgebung)

09.04.2016 Krefeld
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung von RP Online vom 09.04.2016: "Windhose auf dem Sprödental-Flohmarkt - Krefeld . Eine Schneise der Verwüstung hat am späten Samstagnachmittag eine Windhose über den Sprödental-Flohmarkt gezogen. Die Feuerwehr ist im Einsatz. Zeltplanen sind in die Bäume geflogen. Von Carola Puvogel und Jens Voss. Stände kippten um, sogar ein großer Pkw-Anhänger wurde in die Luft gehoben. Nach derzeitigem Kenntnisstand wurde eine Person von dem Anhänger erfasst, aber wohl nur leicht verletzt. Augenzeugen berichten, dass sich die Zeltplanen bis zu 30 Meter hoch durch die Luft hoben. Sie blieben teilweise in den umstehenden Bäumen hängen. Die Windhose fegte am Samstag gegen 16 Uhr über den Sprödentalplatz. Sie bewegte sich parallel zur Sprödentalstraße über den Sprödentalplatz in Richtung Uerdinger Straße. Einige Gegenstände – darunter ein Zelt mit Gestänge – mussten von der Feuerwehr aus den zehn, zwölf Meter hohen Kronen der Bäume an der Sprödentalstraße geholt werden. Ahmad el Rayes gehört zu den Hauptbetroffenen der Windhose. Sein Anhänger wurde umgeworfen und schwer beschädigt, seine Tochter verletzt. Der Schrecken steht ihm noch ins Gesicht geschrieben. "Gott sei Dank ist niemandem etwas Ernstes passiert. Wenn jemand direkt neben dem Hänger gestanden hätte, weiß ich nicht, was geschehen wäre", sagte er. Seine 18-jährige Tochter hat der Hänger getroffen; sie hat Schmerzen am Rücken und in der Hand und nach Lage der Dinge Glück im Unglück gehabt. "Die Windhose hat den Hänger angehoben und dann umgeworfen", berichtet el Rayes, der an der Rheinstraße das Geschäft "Game over" betreibt. Sein Hänger für den Trödelmarkt ist mit Waren rund 500 Kilogramm schwer, schätzt Ali Waskhan, der zur Familie gehört und beim Aufräumen mit anpackt. Waskhan berichtet, dass es auch im vergangenen Jahr auf dem Platz im Juni ein solches Windphänomen gegeben habe, aber bei weitem nicht so schlimm wie in diesem Jahr. Auch Hubert Podolski, der zufällig als Gast über den Trödelmarkt gebummelt war, steht noch unter dem Eindruck dessen, was er gerade erlebt hat. "Es war Wahnsinn, so etwas habe ich noch nie gesehen", berichtet er. "Es ging alles sekundenschnell. Plötzlich gab es eine so heftige Windhose, dass Gegenstände linksdrehend 40, 50 Meter in die Höhe gewirbelt wurden." Zu den Betroffenen gehört auch Monika Janssen: Ihr Zelt zur Präsentation von Waren ist von dem Wind zerlegt worden und samt Gestänge zehn, zwölf Meter hoch in die Krone eines Baumes an der Sprödentalstraße gewirbelt worden. Die Feuerwehr hat die Reste per Drehleiter aus der Krone geborgen – das Stück von Janssen war eine Tasche, die aus dem Geäst geholt wurde. Die Spur der Verwüstung ist eng begrenzt. Die Windhose auf eine Schneise parallel. Die Windhose zog parallel zur Sprödentalstraße in Richtung Uerdinger Straße; die Leute am anderen Ende des Platzes zur Grenzstraße haben von dem kleinen Drama ein paar hundert Meter weiter nichts mitbekommen. Auch Jörg Barth, ein Stand-Nachbar der Familie el Rayes, hatte Glück: Sein Stand liegt keine fünf Meter neben dem Hänger von el Rayes und bliebt unversehrt. "Wir sind durch Schreie aufmerksam geworden", berichtet er, "einige haben sich sofort ins Auto geflüchtet, andere wollten ihre Sachen festhalten, aber da hatte man keine Chance."" - Es handelte sich nicht um eine "Windhose" (Tornado), sondern um einen Staubteufel durch starke Sonneneinstrahlung.

Windhose auf dem Sprödental-Flohmarkt (RP Online, 09.04.16)
Fotos: Windhose auf dem Sprödental-Flohmarkt in Krefeld (RP Online, 09.04.16)

04.04.2016 Bad Heibrunn
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Merkur vom 04.04.2016: ""Dust-Devil" zerstört Gewächshaus - Bad Heibrunn - Er dauerte nur wenige Sekunden, hinterließ aber eine Schneise der Zerstörung: Ein Staubteufel hat am Montagnachmittag ein großes Gewächshaus im Heilbrunner Ortsteil Letten zerstört. Es war gegen 15.45 Uhr, als ein großer Knall die Nachbarn der Gärtnereigemeinschaft Hofgut Letten aufschreckte. In der ersten Meldung an die Feuerwehr war von einer Explosion die Rede. Dementsprechend rückten unter anderem Einsatzkräfte aus Bad Heilbrunn und dem nahen Penzberg aus. Vor Ort bot sich ein Bild der Zerstörung. Für die war aber keine Explosion verantwortlich, sondern ein sogenannter „Dust-Devil“ (Staubteufel), ein sich vertikal drehender Luftwirbel. "Er hat innerhalb von zehn, 15 Sekunden eines unserer Glasgewächshäuser zerstört", sagt Thomas Braun, gemeinsam mit Michael Holzmann Betriebsleiter der Gärtnereigemeinschaft. Von der Dachkonstruktion ist an einer Stelle nicht viel übriggeblieben, die Glasscherben ergossen sich auf die Jung- und Zierpflanzen. "Durch herumfliegende Teile wurden auch noch andere Gewächshäuser beschädigt", sagt Braun. "Glücklicherweise gab es aber fast keinen Personenschaden." Nur eine Mitarbeiterin sei durch Splitter leicht verletzt worden. Braun hat ein derartiges Wetterphänomen schon einmal erlebt. "Das ist aber jetzt schon 20 Jahre her." [...]"

"Dust-Devil" zerstört Gewächshaus (Merkur, 04.04.16)

01.09.2015 Gars am Inn
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Haager Stimme vom 01.09.2015: ""Staubteufel" mitten in Gars-Bahnhof - Zum Glück auf freiem Feld zwischen zwei Wohngebieten - Keine Schäden. Tornado kWieder ein sogenannter Staubteufel in Gars-Bahnhof: Am südlichen Ortseingang, auf einem Feld zwischen zwei Wohngebieten, entstand heute, Dienstagnachmittag, ein Wirbelsturm. Bereits vor zwei Wochen war es in Gars-Bahnhof zu solch einem Naturereignis gekommen, wobei Eternitplatten von einem Firmengebäude geschleudert wurden (wir berichteten) . Anders als vor 14 Tagen, kam es im aktuellen Fall, der sich gegen 14.30 Uhr ereignete, zu keinen Personen- oder Sachschäden. Ein Staubteufel, oder auch Heuteufel genannt, ist ein Wirbelsturm, der entsteht wenn es besonders heiß ist und sich die bodennahe Luft so sehr aufheizt, dass sie nach oben steigt. Staubteufel entstehen also nur bei sehr heißem, sonnigen Wetter – ganz im Gegensatz zu Tornados, die immer in Verbindung mit einer Schauer- oder Gewitterwolke stehen. „Solche Staubteufel kommen in Deutschland relativ häufig vor. Uns sind jährlich hunderte solcher Vorfälle bekannt“, so Thomas Sävert, Meteorologe, der sich seit über 20 Jahren mit Tornados in Deutschland beschäftigt. "Da besteht kein Grund zur Sorge. Solche Staubteufel sind etwas ganz normales und nur in den seltensten Fällen richten sie Schäden an.""

"Staubteufel" mitten in Gars-Bahnhof (Haager Stimme, 01.09.15)

13.08.2015 Gars am Inn
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung von innsalzach24.de vom 14.08.2015: "Windhose zerstört Dach - 12.000 Euro Schaden. Gars am Inn - Eine plötzliche Windhose riss mehrere Löcher in ein Dach eines Firmengebäudes. Herumfliegende Teile zerstörten zudem ein geparktes Auto. Ein nicht alltägliches Naturereignis hat sich am gestrigen Donnerstag nachmittags in Gars-Bahnhof ereignet und einen geschätzten Sachschaden in Höhe von ca. 12.000 € verursacht. Bei schönstem Sommerwetter war plötzlich in der Werkstraße über einem mit Eternitplatten eingedecktem Firmengebäude eine Windhose entstanden, die größere Löcher in die Eternitplattenbedachung riß und zahlreiche Plattenteile in den Firmenhof warf, wo ein geparkter Pkw stand, der durch die herumfliegenden Teile beschädigt wurde. Zum Glück befanden sich zu dieser Zeit keine Personen im Hofbereich, so dass keine Personen zu Schaden kamen. Auch in der näheren Umgebung des Schadensortes waren keinerlei anderweitige Schäden registriert worden."

Windhose zerstört Dach - 12.000 Euro Schaden (innsalzach24.de, 14.08.15)

August 2015
Verdacht
Münsingen
Baden-Württemberg
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des Reutlinger Generalanzeigers vom 02.03.2016: "MÜNSINGEN. Kaiserwetter herrschte an besagtem Augustwochenende auf der Alb: kein Wölkchen am Himmel und beinahe sogar einen Tick zu viel Sonne. Um den Besuchern seines Hoffestes auch draußen ein schattiges Plätzchen zum Verweilen anbieten zu können, hat der 61-jährige Veranstalter mit Strohballen und einer darüber gespannten Plane für eine rustikale Lösung gesorgt. Die allerdings hat einer Windböe nicht standgehalten, die Plane fiel mitsamt einigen Strohballen herunter. Die Bilanz: vier zum Teil erheblich verletzte Besucher. Und ein Nachspiel vor dem Amtsgericht. [...] Denn nach übereinstimmenden Zeugenaussagen blieb es nicht bloß bei einem angesichts der Hitze hochwillkommenen Lüftchen, das die Plane immer mal wieder leicht anhob, unter der zahlreiche Festbesucher auf Bierbänken Platz genommen hatten zum Essen. Vielmehr griff plötzlich eine heftige Böe nach ihr. »Ich wollte gerade gehen«, schilderte ein 42-jähriger Festbesucher jetzt Richter Joachim Stahl, wie eine Windhose die riesige Abdeckplane in die Höhe riss und die schweren Strohballen sowie das Holzgestänge der Verspannung zu Fall gekommen sind [...]"

Vier Hoffestbesucher beim Sonnendach-Einsturz verletzt (Reutlinger Generalanzeiger, 02.03.16)

11.08.2015
Verdacht
Pfaffenhofen
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung des Donaukurier vom 12.08.2015: "Auf der Rennbahn: Windhose schleudert Zelt auf Dach - Bild: Auf der Rennbahn: Windhose schleudert Zelt auf Dach. Pfaffenhofen (PAF) Wie ein Spielzeug: Ein etwa siebeneinhalb auf siebeneinhalb Meter großes Zelt ist gestern Nachmittag von einer Windhose auf das Dach der Festhalle auf dem Trabrennbahngelände geschleudert worden. Die Asylbewerber, die auf dem Areal untergebracht sind, und die anwesenden freiwilligen Helfer kamen mit dem Schrecken davon."

Auf der Rennbahn: Windhose schleudert Zelt auf Dach (Donaukurier, 10.08.15)

07.08.2015
Verdacht
Thiendorf
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Sächsischen Zeitung vom 08.08.2015: "Windhose reißt Ziegel vom Stalldach - Beobachter sahen einen Wirbel über ein Feld bei Lötzschen wandern. Thiendorf. Nachbarn machten den Lötzschener André Noack erst darauf aufmerksam: Eine Windhose hat am Freitag vom Stallgebäude teilweise das Dach abgedeckt und das Dach am Haus beschädigt. Die Ziegel lagen unten im Hof. Die Thiendorfer hatten den Wirbel übers Feld wandern sehen. In Lötzschen nahm er den Weg über dieses Grundstück. Nun muss der Dachdecker ran. [...]"

Windhose reißt Ziegel vom Stalldach (Sächsische Zeitung, 08.08.15)

03.08.2015 Oberwaldbach
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 19:00 Uhr MESZ. Zwei Videos zeigen einen Wirbel, den Peter Zielinski am Montagabend (03.08.2015) bei Oberwaldbach (Landkreis Günzburg, Bayern) aufnahm. Dieser Wirbel bildete sich auf einem Feld mit Stroh, dadurch war er sehr gut sichtbar.

Videos des Strohteufels

03.08.2015 Kirchheim unter Teck
Baden-Württemberg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Strohregen geht über einem Stadtteil von Kirchheim nieder.

Der Heuteufel war unterwegs (Teckbote, 06.08.15)

02.08.2015 Kastellaun
Rheinland-Pfalz
n.bek. Zeitpunkt: vormittags. Nachdem bereits am Samstagmittag (01.08.2015) ein schwacher Wirbel kleinste Gegenstände hochgewirbelt hatte, trat am Sonntag dieser stärkere Staubteufel auf. Dabei flog unter anderem ein Pavillon durch die Luft.

Windhose auf dem Campingplatz (Nature One)
Nature One 2015 Windhose (YouTube)
Nature One 2015 Windhose, Wirbelwind, Staubteufel (YouTube)
Nature One Camping Windhose Tornado (YouTube)

11.06.2015 Vechelade
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des NDR vom 15.06.2015: "Bis über die Baumkronen hinweg hat ein Staubteufel in Vechelade bei Peine Heu empor gewirbelt. Am Donnerstag konnte eine Hobbyfilmerin das Naturschauspiel auf Video bannen." - Weiter: "Staubteufel wirbelt minutenlang neben Storchennest - Der Wind greift unter das trockene Heu auf der Wiese, wirbelt es höher und höher. Minutenlang. Bis dem Staubteufel schließlich die Puste ausgeht und das Gras langsam zu Boden sinkt, teilweise mehrere Hundert Meter entfernt. Georg Fiedler und Sabine Fiedler-Kriegel sind fasziniert von dem Naturschauspiel, das sich ihnen vergangene Woche am Ortsrand von Vechelade (Landkreis Peine) bietet. Weil der Ornithologe und ehrenamtliche Weißstorchen-Betreuer und seine Frau dort ein Nest mit einem Jungtier beobachten wollen, haben sie eine Kamera dabei und filmen das Spektakel.
Zuerst war den beiden gar nicht klar, was sich da in der Nähe des Storchennests abspielt. "Meine Frau fragte 'Brennt es da?'", erzählt Fiedler. Denn rund 150 Meter entfernt sei plötzlich eine dichte, dunkle Masse zu sehen gewesen, ähnlich einer Rauchwolke. Erst kurze Zeit später hätten die beiden erkannt, dass es Heubüschel sind, die sich da in dem Himmel schrauben. "Der Wirbel stand schätzungsweise zehn Minuten über der Wiese", so Fiedler weiter. Dann seien die nestartigen Grasbüschel wieder zu Boden geschwebt. "Sie sind teilweise auf Autos, Dächern und auf der Umgehungsstraße in mehreren Hundert Metern Entfernung gelandet", schildert der 62-Jährige. "Das waren teilweise ganz schöne Brocken." So einige Anwohner dürften sich gewundert haben, warum ihr sonst so ordentlicher Garten plötzlich voller Heu gewesen ist.
"Manchmal tragen Staubteufel Gegenstände sogar mehrere Kilometer weit", sagt der Tornadoexperte des Deutschen Wetterdienstes, Andreas Friedrich. Obendrein könnten sie einige Hundert Meter in die Höhe steigen. Bei dem in Vechelade habe es sich demnach eher um ein kleineres Exemplar gehandelt. Staubteufel treten laut Friedrich besonders im Sommer bei heiterem Wetter über trockenen, warmen Feldern auf. Wenn warme Luft nach oben steige und sich dann Windgeschwindigkeit und Richtung änderten, könne sich ein Wirbel und damit ein Staubteufel entwickeln. Der werde übrigens häufig mit einer Windhose beziehungsweise einem Tornado verwechselt, sagt der Experte. Eine Windhose trete allerdings nur bei schlechtem Wetter auf. "Bei Schauer und Gewitter bildet sich aus einer Wolke ein Rüssel, der schließlich Bodenkontakt bekommt", so Friedrich weiter.
Die beiden Störche haben sich von dem Naturschauspiel in direkter Nachbarschaft übrigens nicht beeindrucken lassen. "Sie haben gar keine Notiz davon genommen", sagt Ornithologe Fiedler."

Video des Staub-/Heuteufels (YouTube)

04.06.2015
Verdacht
Kirchberg im Wald
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: vormittags. Markanter Heuteufel.

Video des Heuteufels (Facebook)

25.05.2015 Steilshoop
Hamburg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des SHZ vom 26.06.2014: "Fußballplatz in Hamburg: Wirbelsturm war ein Staubteufel - Die Spieler des 1. FC Hellbrook staunen nicht schlecht: Kein Team-Kollege sondern ein Staubteufel stürmt über den Platz. Hamburg | Kann das wahr sein? Aus heiterem Himmel bildet sich mitten in Hamburg im Stadtteil Steilshoop etwas, das aussieht wie eine Windhose – auf dem Sportplatz des 1. FC Hellbrook, während eines Spiels, bei strahlendem Sonnenschein. Vereinsmitglieder filmen das surreale Spektakel. Doch ein echter Wirbelsturm ist es gar nicht. Franz Niedermeier, 1. Vorsitzender des 1. FC Hellbrooks, erklärt am Dienstag mit etwas Abstand: „Es ist zum Glück nichts passiert.“ Doch das Handy-Video zeigt, welche Aufregung am Pfingstsonntag auf dem Platz herrschte. Mitten auf dem Grandplatz ragt eine Säule aus Sand in den Himmel. „Ein Tornado“, kommentiert der Filmer und lacht ungläubig. Ein Spieler läuft auf die Windhose zu. Andere warnen ihn: „Du fliegst weg!“ Er überlegt es sich aber kurz davor doch noch anders und dreht um. Aus dem Hintergrund ruft ein Mannschaftskollege: „So was hab' ich noch nie gesehen!“ Die Windhose zieht einmal über den Platz bis zum Zaun. Da ist Schluss. Genauso plötzlich wie der Sturm aufgetaucht ist, verschwindet er wieder. Bleibt die Frage: Was war das? Meteorologe Thomas Sävert erklärt: „Das war ein so genannter Staubteufel, der übrigens nichts mit einem Tornado (= Windhose) zu tun hat.“ Staubteufel sind sogenannte Kleintromben. Die kleinen Wirbel entstehen völlig anders als Tornados. Beste Bedingungen sind im Sommerhalbjahr in der Mittags- und Nachmittagszeit – ähnliche Bedingungen herrschten am Pfingstsonntag in Hamburg. „Oberhalb von etwa 15 und vor allem ab etwa 20 Grad Lufttemperatur heizen sich sandige Böden unter starker Sonneneinstrahlung und bei nur geringen Windgeschwindigkeiten extrem auf. Diese stark aufgeheizte Luft steigt rasch auf und gerät durch kleine Anstöße in Rotation und wirbelt dann Staub, Sand, Blätter etc. in die Luft“, sagt Sävert. Dadurch werde der Wirbel für uns erst sichtbar. Meist gebe es bei uns in Mitteleuropa nur kleinere Staubteufel mit einer Lebenszeit unter einer Minute, nur manchmal erreichen sie eine Höhe von mehr als 100 Metern. In den Wüsten- und Halbwüstengegenden der Erde kommen sie wesentlich häufiger vor und halten sich hier auch mal bis zu 30 Minuten und länger. Die meisten Staubteufel seien schwach und harmlos, in seltenen Fällen erreichen sie auch Orkanstärke. „Meistens besteht keine Gefahr, außer wenn relativ leichte Gegenstände wie Planen oder anderes hochgewirbelt werden und dann Passanten oder Fahrzeuge treffen.“, erklärt Sävert weiter."

Hamburg: Fegt da ein Wirbelsturm über den Fußballplatz? (YouTube)

25.05.2015 Tarmstedt
Niedersachsen
n.bek. Aus einer Meldung des Weser-Kurier vom 26.06.2014: "Am ersten Tag, dem Sonnabend, wurde aber zunächst gar nicht geflogen. Es war schon morgens diesig, dann wurde es immer dunkler. „Ich konnte mein Modell in 160 Metern Entfernung schon nicht mehr sehen“, erzählt Mitorganisator Jens Koller – bei klarem Wetter ist es mit bloßem Auge bis auf 800 Meter zu erkennen. Also wurde erst einmal zwei Stunden pausiert, bis es mit der Vorrunde weiterging, und am Sonntag begannen die Finales ein wenig verspätet. Aber dabei starteten dann auch auch nur noch die neun Besten aus den Vorrunden. Und die freuten sich, dass sich alles ein wenig nach hinten verschoben hatte. Als Jens Koller nach hinten zum Flugplatz kam, herrschte dort nämlich helle Aufregung. Am Rand lag ein Gewirr aus Eisenstangen, das mal ein Zeltgestänge gewesen war – bis eine Windhose über den Platz fegte, ein Zelt um zehn Meter zur Seite schleuderte und sich spurlos verflüchtigte. „Das gibt’s doch nicht, hier im Nachbarzelt haben wir nichts gemerkt“, meinte ein Teilnehmer. Ein anderer hatte dafür eine Menge gemerkt: Er hatte das Zelt in den Nacken bekommen, erholte sich aber dank eines Eisbeutels, den ihm Patrick Bremer und Tarik Wacker vom Roten Kreuz ins Genick gepackt hatten, schnell wieder. Entstanden ist die Windhose auf dem Acker nebenan. Dort war die Luft wegen der dunklen Ackeroberfläche und der langen Sonneneinstrahlung so warm geworden, dass sie schlagartig nach oben stieg, erklärt Roger Bartsch. Und dabei verwirbelte sie den Wind, der ansonsten mehr oder weniger gemäßigt war."

Auch eine Windhose fliegt mit (Weser-Kurier, 26.05.15)

22.05.2015 Selb
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 13 Uhr MESZ. Ein kleinräumiger Wirbel riss im Bereich der Hohenberger Straße Äste von einem Baum, überquert die Straße und zog laut Augenzeugen als staubige Säule über eine Wiese, bevor er sich an einem Waldrand auflöste.

10.05.2015 Dortmund-Nette
Nordrhein-Westfalen
S. Bartholome
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. "Bei einem gemütlichen Sonntagnachmittag ereignete sich bei bestem Wetter ein seltenes Naturereignis. Ein sogenannter Dustdevil kreuzte für ungefähr 5 Minuten unseren Bolzplatz und wirbelte die Asche bis zu 70 Metern in die Luft auf. Verletzt würde niemand."

Dust Devil in Dortmund 10.05.2015 (YouTube)

01.05.2015 Gießen
Hessen
n.bek. Zeitpunkt: zwischen 15 und 15:30 Uhr MESZ. In Gießen wurde auf der Lahn eine Kleintrombe beobachtet: "Wir wohnen in Hessen und haben am 1. Mai 2015 einen Ausflug nach Giessen gemacht. Am Nachmittag so gegen 15.00 Uhr oder 15.30 Uhr tranken wir in einer Gaststätte mit dem Namen “Bootshaus” etwas - plötzlich rief ein Gast ganz aufgeregt - guckt doch mal da es sieht aus wie ein Springbrunnen. Etwa 2-3 m hoch spritze Wasser direkt vor uns auf der Lahn hoch - dann kam Wind auf - erst da war uns klar dass dieses Schauspiel nicht zum “Programm” des Bootshauses auf der Lahn gehörte. Danach war noch lange ein großer Wirbel Richtung Ufer zu sehen - der erst nicht da war. Gäste haben es auch mit dem Handy aufgenommen. Wir haben zu spät an eine kleine Wasserhose gedacht sonst hätte ich es auch aufgenommen."

18.04.2015 Mannheim
Baden-Württemberg
n.bek. Datum nicht genau bekannt, vor dem 20.04.2015. Folien von Spargel- und Erdbeerfeldern wehten auf und über die Autobahn A6, wo es einige Beinahezusammenstöße mit Autos gab.

28.03.2015 Villingen
Baden-Württemberg
n.bek. Während der Halbzeitpause eines Fußballspiels erschreckte dieser markante Staubteufel die Spieler und Zuschauer.

Windhose wirbelt über Sportplatz und Reitgelände in Villingen (YouTube)
"Windhose" fegt über Sportplatz und Reitgelände in Villingen (Südkurier, 29.03.15)
Windhose fegt über den VfB-Fußballplatz (Südkurier, 30.03.15)

01.08.2014
Verdacht
Lippstadt
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Bericht eines Augenzeugen: "Heute gegen 14:30 Uhr ist über das Industriegebiet Rixbeck in Lippstadt eine Windhose oder ein Staubteufel gezogen, dieser hat in einer Firma eine Dachluke abgerissen und eine Wand umgeweht. Durch den entstandenen Unterdruck im Gebäude wurde eine 4m hohe und 15m Lange Wand umgeschmissen. Die Wand bestand aus Kalksandstein und war ca. 25cm breit. Zu Schaden kam zum Glück keiner, wäre das aber zwei Stunden vorher passiert, lägen bestimmt 8 Personen unter dieser Mauer verschüttet. Ein Augenzeuge hat herumwirbelnden Staub, Papier und Styropor gesehen. Ich persönlich habe nur den plötzlich heftigen Wind gesehen, dabei war das Wetter sonnig und vorher eher windstill. Kurze Zeit später war es dann auch wieder windstill."

20.07.2014
Verdacht
Leipzig
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Ein Augenzeuge: "Ich habe gestern mit einigen Leuten an einem Badesee bei Leipzig einen sogenannten Staubteufel beobachtet. Leider konnte ich kein Foto machen, aber der Schreck war sehr groß für alle, die da am Strand saßen. Zum Glück gab es keine Verletzten, nur ein paar schreiende Kinder." - und weiter: "20.7.2014, gegen 17.30 Uhr am Cospudener See südlich von Leipzig (altes Tagesbaurestloch, wunderbar renaturiert und Naherholungsgebiet der Leipziger)
- Strandabschnitt ohne Sand (der Strand ist eine Mischung aus kurzem Gras, sehr grobkörnigem, schwerem Sand, ziemlich fest, Boden eher verwachsen, Gras mit Steinen - deshalb keine Sandsäule)
- windstill und sehr heiß, 34 Grad, am Boden sogar 37 bis 40 Grad
- kleinräumiger Staubteufel, etwa 7-10 Meter im Durchmesser direkt im Strandbereich am Wasser
- bildete sich plötzlich aus innerhalb von Sekunden und erschreckte Kinder und Erwachsene gleichermaßen
- riss einen Sonnenschirm, zwei Kinderwagen (zum Glück leer) um, Taschen und Spielzeug flog durch die Luft
- nach wenigen Augenblicken wanderte das Ding aufs Wasser, blieb im Uferbereich, dort wurde ein kleines Schlauchboot ca. 5 Meter hochgerissen, dann tanzte es immer wieder wie von Geisterhand bewegt, sich drehend im Wirbel weiter aufs Wasser, kleine Wellen kräuselten sich kreisförmig
- die Dynamik kam aber relativ schnell zum Erliegen, das Ganze hat keine 3 Minuten gedauert."

19.07.2014
Verdacht
Geierswalde
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: nachmittag. Aus einer Meldung der Lausitzer Rundschau vom 21.07.2014: "Ein Verletzter nach Mini-Tornado am Geierswalder See - Mächtige Windböe fordert Tribut beim Steilhangrennen. Geierswalde Einen großen Schreck erlitten am Sonnabendnachmittag Veranstalter und Gäste am Geierswalder See: Am südlichen Ende des Koschendamms hat ein Mini-Tornado während des Steilhangrennens einen Verletzten gefordert. Nach Angaben von Danny Haschick von der Leitstelle Hoyerswerda bekam der junge Mann einen durch die starke Böe umgerissenen Sonnenschirm ins Genick. Er sei zur Beobachtung ins Krankenhaus transportiert worden. Ihm gehe es den Umständen entsprechend gut, erklärt die Leitstelle. Laut mehreren Augenzeugen hatte sich der kleine Tornado am Koschendamm quasi aus dem Nichts gebildet. Die mächtige Windböe sei über mehrere hundert Meter Länge am Ufer entlang gerast, wo gerade das Geierswalder Steilhangrennen stattfand. Mehrere Zelte und Pavillons seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Klaus Renner, der am benachbarten Badestrand eine Wassersportschule betreibt, hat das zerstörerische Wetterphänomen am Sonnabend zwar nicht persönlich mitbekommen und gesehen. Doch er kennt eine solche Erscheinung auch schon aus der Vergangenheit. Vor mehreren Jahren habe sich bereits schon einmal am Geierswalder See ein kleiner Tornado gebildet." - Mit einem Tornado hat das Geschehen nichts zu tun und den Ausdruck "Mini-Tornado" gibt es nicht. Damit wollten einige medien zeigen, dass Tornados in Europa nicht so stark sind wie in den USA, dies ist aber falsch. Ein Tornado ist ein Tornado.

Ein Verletzter nach Mini-Tornado am Geierswalder See (Lausitzer Rundschau, 21.07.14)

19.07.2014
Verdacht
Kamenz
Sachsen
n.bek. Zeitpunkt: 12:32 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge: "Heute mittag trat hier am Kamenzer Hutberg wirklich eine extreme Kleintrombe auf, die Lärm verursachte. 12:32 gieße ich gemütlich die Tomaten. Auf einmal hört man wie zerfetzende Planen ... dachte zunächst an Absturz eines Drachenfliegers oder Kleinflugzeuges, bis auf der Pferdekoppel zu sehen war, dass es den Hafer aus dem Boden empor riss. Schallwellen vom Unterdruck auch zu hören. Dürfte im Bereich F1 gewesen sein. Nun weiß ich auch, was Augenzeugen bei einem richtigen CB-Tornado hören/meinen. Leider konnte ich nicht so schnell rennen, um mit den Camcorder dieses Schauspiel noch aufzunehmen."

17.07.2014
Verdacht
Rosenfeld
Schleswig-Holstein
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Markanter Heuteufel: "Eine große Windhose zieht über ein frischgemähtes Feld bei Rosenfeld / Schwentinental; Nähe Kiel. Heute, gegen 14.00h. Sie wirbelte das Gras bis in eine Höhe von 70m. Zitat einer staunenden Autofahrerin kurz nach dem Ereignis: "Das glaubt uns kein Mensch, es regnet Gras ...""

Windhose auf frischgemähtem Feld (Facebook)

24.06.2014
Verdacht
Hüttenbach
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Im Simmelsdorfer Ortsteil Hüttenbach hörte ein Anwohner, wie seine Blumenkübel vor dem Haus umgeworfen wurden. Er schaute nach und sah, wie auf der etwa 80 Meter entfernten Scheune auf einer kleinen begrenzten Fläche nacheinander ein Dachziegel nach dem anderen kreisförmig hochgehoben wurde und in einem Halbkreis herum wirbelte.

24.06.2014
Verdacht
Neuenstadt a.K.
Baden-Württemberg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 12:40 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Kreisfeuerwehrverbandes Heilbronn vom 24.06.2014: "Reichlich kurios war die Entstehung eines Brandes am Dienstag, gegen 12.40 Uhr, auf dem Neuenstadter Gewann „Schelmenrain“. Vermutlich durch eine Windhose wurde die Folienabdeckung eines bereits abgeernteten Erdbeerfeldes in die Luft gezogen. Diese Folie wiederum verfing sich an der Hochspannungsleitung und fing dort an zu brennen. Durch abtropfende Folienteile, welche wiederum auf das Feld zurückfielen, wurde trockenes Stroh entzündet. Der Brand wurde von der Feuerwehr schnell gelöscht. Ein Sachschaden entstand nicht. Nach während der Sachverhaltsaufnahme bildeten sich über dem Feld weitere Windhosen."

Kuriose Brandentstehung (Kreisfeuerwehrverband Heilbronn, 24.06.14)

07.06.2014
Verdacht
Hövelhof
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Neuen Westfälischen vom 11.06.2014: "Abdeckplanen wirbeln in Stromleitung - Hövelhof/Delbrück-Ostenland Schweißtreibende Arbeit wartete auf die Hövelhofer Feuerwehr am Samstag Nachmittag auf einem Spargelfeld in der Nähe der Detmolder Straße in Hövelriege. Eine Windhose hatte die Abdeckplanen eines Spargelfeldes in die Hauptversorgungsstromleitung geweht. Die langen Planen verfingen sich in den Stromleitungen und sorgten hier für einen gewaltigen Kurzschluss und nachfolgend für einen Stromausfall in ganz Hövelhof sowie in Ostenland. Kurzzeitig waren knapp 20.000 Menschen ohne Strom. Gegen 14.05 Uhr hatten Anrufer der Leitstelle des Kreises Paderborn Büren-Ahden ein Heißluftballon gemeldet, der in eine Stromleitung geraten sei. Für die Hövelhofer Wehr wurde umgehend Vollalarm ausgelöst. "Das hat sich glücklicherweise nicht bewahrheitet. Aber die vielen Planen konnte man tatsächlich aus der Entfernung für einen Heißluftballon halten" so Einsatzleiter Peter Kesselmeier. Zeugenaussagen zufolge hat eine örtlich begrenzte Windhose schwarz-weiße Abdeckplanen eines unter der 110 KV-Stromleitung gelegenen Spargelfeldes in die Höhe gewirbelt. In 15 bis 20 Metern Höhe wickelten sich die bis zu 100 Meter langen Planen in den Leitungen. "Das hat nach Aussagen der Erntehelfer einen mächtigen Knall und Funkenflug gegeben, als die Planen in die Leitungen flogen. Möglicherweise sind die Planen teilweise mit dem Kabel verschmolzen" mutmaßte Peter Kesselmeier die Bergungsarbeiten. Insgesamt 14 Spargelhügel wurden abgedeckt. Auf dem Feld am Mühlenweg waren sechs Erntehelfer mit der Spargelernte beschäftigt. Diese blieben glücklicherweise unverletzt. Durch den Netzbetreiber wurde der Strom über die Hauptleitung abgeschaltet, und über ein Erdkabel wurden nach rund 20 Minuten die ersten Haushalte in Hövelhof und Ostenland nach und nach wieder ans Netz genommen. "Als Erstmaßnahmen haben wir den Bereich entlang der Hochspannungsleitung weiträumig abgesperrt" berichtete Peter Kesselmeier am Samstagnachmittag. Anschließend erdeten Fachkräfte des Betreibers die Stromtrasse am Umspannwerk Hövelhof und im Bereich eines Strommasten in der Nähe der Unglücksstelle. Erst danach konnte die Hövelhofer Feuerwehr sich ab etwa 17.30 Uhr an die Hochspannungsleitung heranwagen. Mit Unterstützung des Hövelhofer Tiefbauunternehmens Kaimann wurde die Drehleiter unter der Stromtrasse in Stellung gebracht. Ein Radlader hatte einige Spargelbeete abgeschoben und Stahlplatten in Position gebracht, damit die Drehleiter Stellung beziehen konnte. Was folgte, war mehrstündige und bei über 30 Grad Celsius schweißtreibende Fleißarbeit in praller Sonne. Die 14 je rund 100 Meter langen Planen des Spargelfeldes, die sich teilweise mit der Stromleitung verknotet hatten, mussten Stück für Stück abgeschnitten werden. Die Isolatoren der betroffenen Leitungen bogen sich an den betroffenen Leitungen mächtig nach innen. "Das müssen wir alles gründlich kontrollieren, bevor die Stromleitung wieder in Betrieb gehen kann" so der Mitarbeiter des Energieversorgers. Immerhin lasteten mehrere hundert Kilogramm Gewicht auf den Stromkabeln. Am frühen Abend waren schließlich alle Planen aus der Leitung entfernt, und die letzten Häuser waren wieder ans Stromnetz angeschlossen."

Abdeckplanen wirbeln in Stromleitung (Neue Westfälische, 11.06.14)

03.06.2014
Verdacht
Hönze, Himmelsthür
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Hildesheimer Allgemeinen vom 05.06.2014: "Vom Winde verweht: Hönzer Heu fliegt bis Himmelsthür - Hönze/Hildesheim (ara) - Dieses Spektakel wird einen Ehrenplatz in der Dorfchronik erhalten: Eine Windhose wehte offenkundig Heu von Hönze bis nach Hildesheim, wo sie wie berichtet aus heiterem Himmel zu Boden fielen. Sehr zur Überraschung der Himmelsthürerin Rita Krüger, die es sich mit ihrer Freundin auf der Terrasse bequem gemacht hatte. Und dann rieselte das gemähte Gras von hoch oben herab. Krüger vermutete zunächst, dass der „Regen“ von einem Storchennest stammt. Aber es war Heu. [...] Gegen 17 Uhr harkt Dorothea Wächter (Anm.: in in Hönze bei Sibbesse) auf einer Wiese sorgfältig das Heu zurecht. Es ist als Tierfutter gedacht. Plötzlich bemerkt sie eine Windbö. Und dann türmt sich in der Luft etwas auf. „Eine Windhose. So etwas habe ich noch nie gesehen. Ein unvergessliches Erlebnis“, berichtet Wächter. Das „enorm hohe“ Ding windet sich in den Himmel empor. Es kreiselt. Wirbelt das Heu hoch. Trägt es nach Norden – Richtung Hildesheim. „Nachbar sahen dies auch. Sie dachten zunächst, es war ein Schwarm Vögel. Aber es war keiner“, sagt die Hönzerin. Sie hat keine Angst. Aber ein „komisches Gefühl“ verspürt die Frau bis heute. [...] Wetterexperten beschreiben Windhosen als eine besondere, eng begrenzte Form eines Wirbelsturms. Dabei rotiert die Luft sehr schnell um eine vertikale Achse. Dann wirbelt die Windhose je nach Untergrund Sand, Wasser oder auch Staub auf und bewegt sich einige Minuten durch die Luft. Und gut möglich, dass das Heu auf diese Weise so gar über den Hildesheiner Wald bis nach Himmelsthür wehte. Zumal sogar Sand aus der Sahara Hannover im April erreichte. Dorothea Wächter jedenfalls wird wohl noch lange von diesem Naturspektakel auf der Wiese in Hönze erzählen."

Vom Winde verweht: Hönzer Heu fliegt bis Himmelsthür (Hildesheimer Allgemeine, 05.06.14)

23.04.2014 Rheindahlen
Nordrhein-Westfalen
Hans Blossey
n.bek. Zeitpunkt: 16:55 Uhr MESZ. Beobachtung eines ausgeprägten Staubteufels aus der Luft: "Die Dauer betrug keine Minute und ich sah es aus den Augenwinkeln und musste erst das Flugzeug drehen. Den genauen Ort füge ich an: nordöstlich des ehemaligen Nato-Hauptquartiers Mönchengladbach-Rheindahlen." - Foto: Hans Blossey, www.luftbild-blossey.de

Staubteufel bei Rheindahlen
Staubteufel auf einem Feld (WAZ, 21.05.14)

12.04.2014 Kempen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 13:40 Uhr MESZ. Beobachtung eines ausgeprägten Staubteufels: "Heute Mittag etwa um 13:40 Uhr habe ich zusammen mit meinem Sohn einen Staubteufel gesehen (Dust Devil). Er hatte einen Durchmesser von ca. 4-6 Meter und eine Höhe von etwa 40-50 Meter. Der Wirbel war fast eine Minute sichtbar und hat in der Zeit eine Strecke von etwa 300 Meter zurückgelegt. Das Ganze fand statt auf einem trockenen und unbewachsenen Feld an der Südgrenze von Kempen (Niederrhein). Als der Staubteufel auf eine Graswiese stieß, verschwand er schlagartig. Die Außentemperatur betrug zur Zeit des Staubteufels etwa 17°C."

Sommer 2013 Sangerhausen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Beobachtung eines ausgeprägten Staubteufels: "Ich habe nach Zeugen gesucht, die einen sehhr großen Staubteufel beobachtet haben im Sommer (August oder Juli, weiß ich leider nicht mehr genau) 2013, direkt neben der A38 zwischen Allstedt und Sangerhausen. Ich kam damals aus Richtung Halle, der Staubteufel war von mir aus auf der linken Seite. Er war soo groß und zog in Richtung Autobahn. Ich war nur am Rand dieses Riesenteils, aber ich musste sehr langsam fahren, da der Wind extrem heftig war und die Sicht gleich Null war. Ich hatte ziemlich Angst zugegebenermaßen, habe sowas noch nie live gesehen. Wenn ich schätzen müsste, würde ich sagen, der Wirbel war 20-30 Meter breit und sehr hoch ... und drumherum eine dichte Wolke aus Staub. Naja, ich habe nie was gefunden dazu in den Medien, war aber doch neugierig ob jemand das auch gesehen hat an dem Tag. [...] Es muss ein Wochenende gewesen sein, ich denke Samstag, auf der Autobahn war wenig Verkehr. Es war so ungefähr gegen Mittag oder früher Nachmittag. Das Feld, auf dem der Staubteufel war, war nicht bestellt oder schon abgeerntet, es war jedenfalls nur Erde. Es war ein warmer Tag, es schien dort die Sonne, über dem Staubteufel war blauer Himmel (mit ein paar Quellwolken). Auf jeden Fall konnte ich das Ding schon von weitem sehen, es war wirklich sehr breit und hoch. Als ich weiterfuhr, war er wohl neben mir, ist also auf die Autobahn gezogen und ich musste ziemlich heftig runterbremsen, damit ich die Kontrolle behalte weil ich so durchgeschüttelt worden bin und fast nichts sehen konnte wegen des Staubs. Ja, ich erinnere mich, dass es bei der Abfahrt nach Sangerhausen rein dann geregnet hat und der Himmel bewölkt war, aber die Strecke davor war sonnig."

25.07.2013
Verdacht
Rheinsberg
Brandenburg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 20 Uhr MESZ. Aus einer Meldung der Märkische Oderzeitung vom 25.07.2013: "Windhose deckte Dach ab - Rheinsberg (MZV) Drei Gäste und eine Mitarbeiterin waren am Donnerstag in "Engels Pub" in Dierberg, als gegen 14.15 Uhr eine lokal eng begrenzte Windhose die Sonnenschirme anhob und das Dach abdeckte. Inhaber Thomas Engel dachte zunächst an einen Scherz, als er zu Hause den Anruf über den Schaden bekam. Seine Wohnung befindet sich nur ein paar hundert Meter entfernt. Dort hatte er nichts davon bemerkt. Leider sei es dann doch kein Scherz gewesen, sagte der Gastwirt. Zum einjährigen Bestehen seines Unternehmens hätte er auf diesen Geburtstagsgruß nur zu gern verzichtet. Einen Teil der im weiten Umfeld verstreuten Dachziegel wird er wieder verwenden können. Einer der großen roten Sonnenschirme blieb bis Donnerstagabend verschwunden. Der entstandene Schaden beträgt mehrere hundert Euro. Gesucht wird nun ein Radfahrer, der die Windhose filmte. Die Aufnahmen sind nötig, um Ansprüche gegenüber der Versicherung geltend zu machen. Für den Diplommeteorologen Hans-Werner Voß vom Deutschen Wetterdienst in Potsdam sind derartige Phänomene angesichts der Hitze fast schon zu erwarten: "Solche Dinge passieren bei großer Wärme relativ häufig. Oft sind es allerdings nur Strohballen, die auf Feldern in die Höhe gewirbelt werden, um ein Stück entfernt wieder auf dem Erdboden zu landen." Dadurch, dass es wegen der großen Wärme nur geringe Luftbewegungen gibt, würden lokale Luftpakete stark aufgeheizt und dann ähnlich einem Heißluftballon nach oben katapultiert. Diese kräftigen Wirbel seien seit Jahrhunderten bekannt und würden im Volksmund "Staubteufel" genannt. Dagegen schützen könne man sein Eigentum nicht. Auch seien sie nicht konkret vorhersagbar."

Windhose deckte Dach ab (Märkische Oderzeitung, 25.07.13)

23.07.2013 Harbarnsen
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Staubteufel richtet Schäden an.

Staubteufel Harbarnsen (Skywarn)

21.07.2013 Eckernförde
Schleswig-Holstein
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. "kleiner Tornado am Strand von Eckernförde, Höhe Grillplatz, Mango Beach Bar. Freundin und ich saßen mittendrin. Sonnensegel, Schirmchen, diverses herumliegendes wirbelte mit dem kleinen, überraschend auftauchenden Wirbel Richtung Osten."

20.07.2013 Eckelsheim
Rheinland-Pfalz
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. "Einen solchen habe ich vorletztes Jahr erlebt, am Sa., 20. Juli 2013 gegen 16:30 Uhr, in Eckelsheim, Kreis Bad Kreuznach. Dort hat er, bei wolkenlosem Himmel, in der halben Minute seiner Existenz ein schweres 4 x 4 m Stoffzelt mitsamt dicken Holzzeltstangen aus dem Boden gerissen und 4m - 5m in die Luft gehoben sowie zwei schwere Lautsprecher mit Stativen und einen kräftigen Holztisch umgestürzt. Sehr beeindruckend, was alleine schon so eine kleine Erscheinung auszurichten vermag, ich stand rund 5m davon entfernt und sah den Wirbel sich bilden und heraneilen. Die Festgäste beim "Beller Spektakulum" sind zum Glück mit dem Schrecken davongekommen, obwohl unter dem Zelt Gäste saßen."

06.05.2013 Essen-Karnap
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Der Bericht eines Augenzeugen: "Am gestrigen Tag, gegen 15 Uhr, konnte ich auf einem Firmengelände im Essener Norden einen kleinen, etwa ein paar Meter großen Wirbel sehen. Dieser sorgte dafür, dass Türen zugeschlagen wurden, einige Plastikplanen in die Luft gesogen worden sind und mehrere Hundert Meter weiter wieder am Boden zu liegen kamen. Durch Staub wurde dieser kleine Wirbel sichtbar."

05.05.2013 Wadgassen
Saarland
n.bek. Zeitpunkt: ca. 18:19 Uhr MESZ. Ausgeprägter Staubteufel auf einem Sportplatz.

"Tornado" bei den Sportfreunden Wadgassen (YouTube)

September 2012 Schönefeld
Brandenburg
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Ausgeprägter Heuteufel auf einem Feld.

Die Windhose (YouTube)

23.09.2012 Döbern-Eichwege
Brandenburg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:00 Uhr MESZ. Der Bericht eines Augenzeugen: "Heute um 14.00 Uhr stehe ich ich der Wiese bei meinen Schafen. Temp. 15 Grad, Sonnig, fast windstill, Wohngegend von abgeernteten Äckern umgeben. Innerhalb von vielleicht einer halben Minute kam Wind auf, der immer stärker wurde und auf einmal gab es eine so starke Böe, dass der Unterstand für die Schafe (mind. 100 kg) ausgehoben wurde, ca. 3 m durch die Luft geschleudert und dann umgedreht wurde und auf dem Dach zu liegen kam. Ich stand 2 Meter davon daneben und konnte überhaupt nicht reagieren, da es so schnell ging. Kurze Zeit später war alles vorbei und es war wieder windstill. Diese Böe war örtlich so begrenzt und muß sich auch gleich wieder aufgelöst haben." Sehr wahrscheinlich handelte es sich um einen Staubteufel, der allerdings auf feuchtem Grund keinen Staub aufgewirbelt hat.

08.09.2012 Lücklemberg
Nordrhein-Westfalen
n.bek. (2x) Zeitpunkt: nachmittags. Aus einer Meldung der RuhrNachrichten vom 11.09.2012: "Zweimal hintereinander erzeugten Windhosen am Samstag in Lücklemberg ein spektakuläres Naturschauspiel. Beobachter staunten mit offenem Mund, wie der Wind das Heu zylinderförmig in die Höhe zog und minutenlang in der Luft tanzen ließ. Augenzeugen berichten: Mit einem Durchmesser von mehreren Metern stieg die erste Heu-Hose auf der Wiese zwischen Kleinem Floraweg, Liesemorgen und Am Kramberg am Samstagnachmittag in die Höhe. Mehrere Minuten kreisten das trockene Gras in der Luft, bewegte sich langsam Richtung Kleiner Floraweg und löste sich dann auf. [...] Eine gute Stunde später stieg die zweite Hose in die Luft, noch höher als die erste. Auch diesmal schien es eigentlich absolut windstill zu sein. Trotzdem packte der Luftwirbel Massen von Heu und wirbelte sie in die Höhe. Dichte Grasbüschel, die sich in den Bäumen an der Straße verfangen hatten, zeugten von der spektakulären Demonstration der Naturkräfte. Sie hingen noch dort, als der Bauer sein Heu am Abend längst gebündelt und eingefahren hatte."

Wer hat die Windhosen in Lücklemberg gesehen? (RuhrNachrichten, 11.09.12)

04.09.2012 Gerbstedt
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:30 Uhr MESZ. Aus einer Meldung des Hellweger Anzeiger vom 05.09.2012: "Windhose kreist über Altendorf - Roland Schwerte und sein Sohn Dominik staunten gestern Nachmittag nicht schlecht: In gut zweihundert Meter Höhe kreisten Heubündel in einer Windhose über ihrem Haus an der Altendorfer Straße. Gegen 15.30 Uhr hatte Dominik Schwerte die Heubündel über einem Feld hinter dem Haus aufsteigen sehen. „Dort hatte kurz zuvor der Bauer gemäht“, weiß Roland Schwerte. Die Bündel seien dann langsam in Kreisen nach oben gestiegen. Als sie über dem Haus angekommen waren, waren sie bis auf gut zweihundert Meter Höhe gestiegen."

Windhose kreist über Altendorf (Hellweger Anzeiger, 05.09.12)

04.08.2012 Gerbstedt
Sachsen-Anhalt
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung der Mitteldeutschen Zeitung vom 05.08.2012: "Ein Naturschauspiel hat sich am Sonnabendmittag in Gerbstedt ereignet. Binnen weniger Minuten wurde die Friedrichstraße samt angrenzender Häuser und Gärten von einer Strohdecke überzogen. Der Grund? Eine Windhose, die sich zuvor auf dem angrenzenden Acker gebildet hatte und anschließend durch eine Windböe über den Straßenzug gefegt war. Zu Schaden kam dabei niemand, auch die Feuerwehr musste nicht ausrücken. Dafür dauerten die Aufräumarbeiten eine ganze Weile an."

Windhose fegt Massen an Stroh in Wohngebiet (Mitteldeutsche Zeitung, 05.08.12)

25.07.2012 Parchim-Platschow
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. "Ort : Parchim - Platschow (Elefantenhof), Zeit : ca. 15.00 Uhr, Wetter : ca 31 Grad, wolkenlos, kein Wind. Spirale ging bis auf Boden. Schweren Holztisch umgerissen und einen großen Sonnenschirm mit in den Himmel gehoben (sehr hoch)."

22.07.2012
Verdacht
Leun
Hessen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 11:30 Uhr MESZ. Heuregen in Leun/Lahn bei Wetzlar/Weilburg beobachtet. Augenzeugen berichten, dass Halme oder auch größere Büschel lautlos zu Boden gefallen sind. Sehr wahrscheinlich war die Ursache ein Staubteufel.

23.06.2012 Balingen
Baden-Württemberg
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Aus einer Meldung des Zollern-Alb-Kurier vom 26.06.2012: "[...] Der Stromausfall vom vergangenen Samstag (wir berichteten) im Bereich Schmiden und Balingen-Westhatte nun eine Ursache, „die ich in meinen über 20 Jahren bei den Balinger Stadtwerken noch nie erlebt habe“, sagt Wolfgang Blochinger. Denn dieses Mal sorgte wohl eine Windhose für den Stromausfall. Auf einem Wiesengrundstück neben dem Pappelsee war ein Landwirt mit heuen beschäftigt. Laut Blochinger beobachteten Angler des Fischereivereins Südfisch wie die Windhose plötzlich „das noch feuchte Gras“ durch die Luft und direkt in die Stromleitung schleuderte. Das habe ausgereicht, um für einen Stromüberschlag zu sorgen und die Stromversorgung für rund eine Stunde lahmzulegen."

Windhose verursacht Stromausfall (Zollern-Alb-Kurier, 26.06.12)

10.06.2012 Höxter
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 12:50 Uhr MESZ. Der Bericht eines Augenzeugen: "Wir waren am Sonntag, dem 10.6., auf der Weser unterwegs - zwischen Fürstenberg und Corvey. Nach dem Passieren der Militäranlage der Pioniere in Höxter entwickelte sich ein Stück flussabwärts an der rechten (nordöstlichen) Uferseite um ca. 12:50 Uhr plötzlich ein Luftwirbel, der zunächst aussah wie ein Rasensprenger. Er erreichte in kürzester Zeit einen Durchmesser von ca. 15,00 bis 20,00 m und reichte weit über die Baumwipfel hinaus. Gelbichgraubrauner Staub wurde aufgewirbelt und ein relativ unauffälliges schlauchähnliches Gebilde war in den oberen Luftschichten für kurze Zeit sichtbar. Die Wasseroberfläche in Fahrtrichtung flussabwärts war eigentlich spiegelglatt, plötzlich - kurz vor Auflösen der Staubsäule - entstanden unzählige kleine, aber jeweils scharf abgegrenzte Wellen, wie wenn man eine Handvoll Sand ins Wasser wirft. Das Phänomen dauerte ca. 2 bis 3 Minuten und wurde von den meisten Leuten auf dem Schiff gesehen. Als wir ca. 30 min später diese Stelle wieder passierten, war die Luft über der Wirbelstelle immer noch deutlich staubig."

22.05.2012 Rheda-Wiedenbrück
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Beobachtung eines stärkeren Staubteufels: "Ich hatte heute Nachmittag um 14.30 Uhr auf der Herzebrocker Straße kurz vor dem Ortseingangsschild Rheda eine Begegnung der besonderen Art. Ich dachte erst, da verbrennt Jemand Folie von Heuballen, da eine Staubwolke und Folie durch die Luft wirbelten. Tja, aber es war nicht so, sondern ein Tornado, der sich sehr langsam fortbewegete. Gott sei Dank fiel er nicht genau über mir zusammen, sonst hätte ich die Folie direkt in die Windschutzscheibe bekommen. Er streifte mich noch am Heck. Ich fahre Cabriolet und es war fantastisch, einen Tornado zu hören und zu sprüen. Er hörte und fühlte sich an, als sei ich kurz in die Trockenanlage einer Waschstrasse gefahren."

Naturphänomen bei Wieren (Allgemeine Zeitung, 21.04.12)

19.05.2012 Ruhland
Brandenburg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 17 Uhr MESZ. Dazu der Bericht eines Beobachters: "Am 19.05.2012 gegen 17 Uhr wirbelte in der Nähe der Ortschaft Ruhland (südl. Brandenburg) neben der Autobahn ein deutlich ausgeprägter Wirbel auf einer Freifläche/Feld. An dem Tag war es drückend heiß, Gewitter waren keine unterwegs. Die Säule wurde durch uns von Weitem zunächst als Rauchsäule eines Großfeuers gedeutet. Beim Auffahren auf die Autobahn wurde uns das schrecklich nahe Ereignis (Durchmesser ca. 100 m) erst einmal bewusst."

15.05.2012 Oberkirch
Baden-Württemberg
n.bek. Zeitpunkt: zwischen 16:00 Uhr und 16:20 Uhr MESZ. Von einem Erdbeeracker folgen drei Hagelnetze davon. Die Hagelnetze sind sehr schwer (2 Mann bekommen ein Hagelnetz gerade so getragen). Sie sind 100 m lang und 11 m breit. Sie waren ausgebreitet auf den Erdbeerpflanzen gelegen. Alle 2-3 m auf den Seiten mit einem Sandsack, ca. 10 kg beschwert. Normalerweise sind sie nicht sehr windanfällig, da es ja ein Netz ist. Sie wurden in die Luft gezogen und flogen so in ca. 100 m Höhe davon. Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen muss von einem Staubteufel als Ursache ausgegangen werden.

20.04.2012 Wieren
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Sehr starker Staubteufel auf Feldern nahe Wieren im Landkreis Uelzen. Aus einer Meldung der Allgemeine Zeitung vom 21.04.2012: "Wieren, 20. April 2012. Eine Windhose hat die Wierenerin Astrid Scheller zusammen mit ihren beiden Kindern quasi vor der Haustür entdeckt. Wenige hundert Meter von dem Ort entfernt, östlich der L 270 wirbelte der Staubrüssel."

Naturphänomen bei Wieren (Allgemeine Zeitung, 21.04.12)

02.04.2012 Wieren
Hessen
n.bek. Zeitpunkt: kurz nach 14 Uhr MESZ. Sehr starker Staubteufel auf Feldern nahe Wieren im Landkreis Uelzen. Aus einer Meldung des Darmstädter Echo vom 03.04.2012: "Windhose in Bickenbach - Wetterphänomen – Luftwirbel in der Waldkolonie entwurzelt Apfelbaum. Für einen ordentlichen Schreck sorgte am Montag, um kurz nach 14 Uhr, eine Windhose in der Bickenbacher Waldkolonie. Sie habe in seinem Garten ein Kindertrampolin in fünf Meter Höhe steigen lassen, sagt Tim Ilchmann gegenüber dem ECHO. Der Wirbel habe überdies den Pfosten einer Gartenschaukel umgedrückt und einen rund drei Meter hohen Apfelbaum entwurzelt. „Wir hatten Glück im Unglück, dass unsere Kinder, die bis wenige Minuten vor der Windhose im Garten auf dem Trampolin gespielt hatten, ins Haus gegangen sind“, berichtet Ilchmann. Von seiner Frau im Büro alarmiert, beobachtete er bei seiner Rückkehr eine weitere Windhose über dem Spargelfeld hinter seinem Haus. Schon während der Bauzeit habe er im Feld Windhosen beobachtet, die allerdings für weniger Schaden gesorgt hätten. Der Bickenbacher beziffert den Gesamtschaden auf rund 2000 Euro, die allerdings von der Versicherung übernommen werde."

Windhose in Bickenbach (Darmstädter Echo, 03.04.12)

03.08.2011 Wannsee
Berlin
n.bek. Zeitpunkt: gegen Mittag. Im Berliner Strandbad Wannsee trat auf dem aufgeheizten Sand ein markanter Staubteufel auf, der Handtücher und andere Gegenstände hochwirbelte. Über Verletzte im voll besetzten Standbad ist nichts bekannt.

Windhose im Strandbad am Wannsee (Dnews.de, 03.08.11)

26.06.2011 Stutensee
Baden-Württemberg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:30 Uhr MESZ. Dazu ein Augenzeuge: "Etwa gegen 16:30 Uhr gab es für ungefähr 5 Minuten einen großen, sehr hohen Wirbel. Die Windhose kam über einem Feld am Ortsrand von Stutensee auf, blieb dort etwa 2, 3 Minuten und zog dann über die angrenzenden Gärten auf die Straße, wo sie sich auflöste. Das Heu der Erntehelfer wirbelte sehr hoch und wurde im Umkreis von 100, 150 Metern verteilt."

Staubteufel in Stutensee

22.05.2011 Schönefeld
Brandenburg
n.bek. Zeitpunkt: früher Nachmittag. Ausgeprägter Staubteufel auf dem Flughafengelände.

Windhose auf BBI (YouTube)

05.05.2011 Zülpich-Schwerfen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 11:45 Uhr MESZ. Etwa 20 Minuten lang soll sich dieser Staubteufel auf einem Erdbeerfeld gehalten und mit Steinen gesicherte Folien mitgerissen haben. Dieses landeten u.a. in einer Stromleitung. Um sie zu entfernen, musste in der Region zeitweise der Strom abgeschaltet werden.

Windhose über Zülpich-Schwerfen (Radio Euskirchen, 06.05.11)
Windhose deckt Feld auf (Kölnische Rundschau, 06.05.11)

05.05.2011 Lüdersdorf
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. Datum nicht sicher, Zeitpunkt: unbekannt. Markanter, mehrere Hunderte Meter hoch reichender Staubteufel.

04.05.2011 Lampertheim
Hessen
Fabian Schrauth
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Ein starker Staubteufel bei Lampertheim (Südhessen) entsand um ca. 16 Uhr über einem Spargelacker und dauerte ca. 1 Minute. Er wirbelte zahlreiche Spargelfolien herum und hob den Sand in 10 bis 15 Meter Höhe (hohe Windgeschwindigkeiten erkennbar).

Staubteufel bei Lampertheim

03.05.2011 Stommeln
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: nachmittags. Abdeckplanen wurden von einem Erdbeerfeld in eine Hochspannungsleitung geweht.

Wind weht Abdeckplanen in Strommasten (Sonntags Post, 05.05.11)

20.03.2011 Detmold
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: kurz vor 15:00 Uhr MESZ. Auf einem Fußballplatz bildete sich dieser markante Staubteufel.

Wirbelwind fegt über Fußballplatz in Detmold (Neue Westfälische, 27.03.11)
Vor dem Anpfiff – stürmisches Spiel (BSV Müssen, 21.03.11)
Wirbelwind fegt über Fußballplatz in Detmold (Neue Westfälische, 27.03.11)
Windhose auf dem Pinneichen-Sportplatz (Lippische Landes-Zeitung, 25.03.11)

29.06.2010 Tagebau Nochten
Sachsen
Andreas Hanl
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:00 Uhr MESZ. Ausgeprägter Staubteufel im Tagebau Nochten bei Weißwasser. Der Wirbel hielt sich ca. 15 min und wirbelte Sand und Kohlestaub auf.

Staubteufel im Tagebau Nochten

28.06.2010 Stahnsdorf
Brandenburg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 17:00 Uhr MESZ. Auf einem Fußballplatz in Stahnsdorf bei Berlin entstand bei einer Temperatur von 28 Grad, wolkenlosem Himmel und Windstille ein ausgeprägter Staubteufel. Als zwei Jugendmannschaften auf dem Platz trainierten, wurde ein mit mehreren Fußbällen gefüllter Ballsack ca. 8 m hoch in die Luft geschleudert. Durch aufgewirbeltes Granulat des Kunstrasenplatzes wurde ein "Windwirbel" sichtbar. Der "Windwirbel" bewegte sich mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 2 m/s von Ost nach West und hob dabei den Kunstrasenteppich auf eine Fläche von ca. 1 qm um 20-30 cm an. Einige Sekunden später wurde ein transportables Kleinfeldtor (5x2 m und nur mit zwei Erwachsenen zu schieben/tragen) mit enormer Kraft um 5 m nach hinten versetzt und erst durch einen dahinter stehenden Baum gestoppt.

22.06.2010 Hannover-Ledeburg
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:50 Uhr MESZ. Schäden an einem Hallendach durch einen Wirbel bei sonnigem Wetter, dadurch auch Schäden an Fahrzeugen, geschätzte Schadensumme bei 50.000 Euro.

Wirbelwind deckt Lagerhalle in Hannover ab (NDR, 23.06.10)
50.000 Euro Schaden: Staubteufel fegt Dach von Lagerhalle (HAZ, 23.06.10)
Windhose fegt über Lagerhalle (NonstopNews, 22.06.10)
Fotos: Windhose fegt über Lagerhalle (NonstopNews, 22.06.10)
Rätselhafter Mini-Tornado wütet in Hannover-Ledeburg (Neue Presse, 22.06.10)
Windhose verursacht in Hannover Schäden an Dächern und Autos (T-Online, 22.06.10)

13.06.2010 Halle-Büschdorf
Sachsen-Anhalt
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr MESZ. Leichte Schäden an Dächern durch einen Wirbel bei sonnigem Wetter gemeldet.

Windhose zieht durch Büschdorf (HalleForum.de)

09.06.2010 Nürburg
Rheinland-Pfalz
n.bek. Auf dem Musikfestival "Rock am Ring" wirbelten mindestens drei Staubteufel Zelte und andere Gegenstände durch die Luft.

Staubteufel 2010 (Stormchaser Europe)
Sturm Rock am Ring 2010 (Krebsberg) (YouTube)
Rock am Ring 2010 Zeltplatz Krebsberg (YouTube)

20.04.2010 Berlin-Biesdorf
Patrick Barnitzke
n.bek. Zeitpunkt: gegen 19:30 Uhr MESZ. Bei Aufzug eines Hagelgewitters bildete sich dieser ausgeprägte Wirbel.

Staubteufel in Berlin-Biesdorf

27.04.2010 Kupferzell
Baden-Württemberg
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:20 Uhr MESZ. Ein Staubteufel - in Medienmeldungen wurde eine "Windhose" genannt - riss eine Abdeckplane von einem Feld in eine Stromleitung und löste damit einen großflächigen Stromausfall in zahlreichen Orten aus.

Abdeckvlies in Freileitung: Strom fällt aus (STIMME.de, 27.04.10)
Abdeckflies verursacht Stromstörung im Raum Kupferzell (Haller Tagblatt, 27.04.10)

13.04.2010 Pupping
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: nicht bekannt. Ein Staubteufel wirbelte Abdeckungen auf einem Erdbeerfeld weit hinauf in den Himmel.

Tornado in Pupping (YouTube)

16.07.2009 Schönefeld
Brandenburg
Patrick Barnitzke
n.bek. Zeitpunkt: gegen 12:55 Uhr MESZ. Auf der Großbaustelle des Flughafens Berlin-Schönefeld bildete sich dieser gut ausgeprägte Staubteufel.

Staubteufel auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld

10.05.2009 Ahmsen/ Herßum
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:00 Uhr. Eine Polizeistreife sichtete im Emsland diesen ungewöhnlich großen Staubteufel, der sich nach der Sichtung noch etwa fünf Minuten hielt, aber auf einem Feld blieb und keine Schäden anrichtete.

Polizei staunt über Windhose im Emsland (Neue OZ, 12.05.09)

02.05.2009 Prüm
Rheinland-Pfalz
n.bek. Aus einer Meldung des Trierischen Volksfreunds vom 03.05.2009: "Die GLS verlief bislang offenbar weitgehend reibungslos. Lediglich am Samstag verursachte eine Windhose kurz Aufregung: Sie wirbelte über das Gelände und ließ einige Außenstände abheben. Feuerwehr und GLS-Ordner sammelten alles wieder ein und halfen beim Wiederaufbau. Eine Standbetreiberin erlitt einen leichten Schock und wurde vom DRK-Notarzt behandelt. Kurz darauf war sie wieder auf dem Damm."

Grenzlandschau mit starkem Sonntag (Volksfreund, 03.05.09)
Wahlkämpfer und Windmacher (Volksfreund, 04.05.09)

14.08.2008 Allstedt
Sachsen-Anhalt
n.bek. Zeitpunkt: abends. Stroh wurde von einem Staubteufel hochgerissen und auf insgesamt sieben benachbarte Grundstücke im Allstedter Wohngebiet "Im kleinen Hornfelde" verteilt bzw. landete durch geöffnete Fenster in den Häusern.

Windhose ließ Stroh regnen (Mitteldeutsche Zeitung, 15.08.08)

05.08.2008 Erbach
Hessen
Annette Arnold
n.bek. Zeitpunkt: gegen 16:32 Uhr MESZ. Auf einem Feld im Odenwaldkreis bildete sich ein klassischer Heuteufel, der Stroh hochriss und diesen zum Teil auf einer Stromleitung ablegte.

Staubteufel bei Erbach im Odenwald

24.07.2008 Bonn
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: nachmittags. Ein Carport wurde beschädigt und richtete darauf Schäden an drei Einsatzwagen des Rettungsdienstes an.

Windböe wütet über Gelände des Ambulanzdienstes Bonn/Rhein-Sieg (General-Anzeiger, 26.07.08)

01.07.2008 Eggolsheim
Bayern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 15:45 Uhr MESZ. Ein Augenzeuge beschreibt das Ereignis: "Ich war heute in Eggolsheim, das liegt im Landkreis Forchheim in Oberfranken. Gegen 15.45 Uhr sah ich ein Wetterphänomen, das ich noch nie gesehen hatte. Ca. 200 m von mir entfernt sah ich einen mächtigen Staubteufel über ein abgeerntetes Getreidefeld fegen. Das Teil war bestimmt 60 - 70m hoch und 15 - 20 m breit. Er riß alles mit, was in den Weg kam, Grasbüschel und ligengebliebens Stroh. Es sah gigantisch aus. Leider hatte ich keine Kamera zur Hand. Der Staubteufel hielt sich ungefähr 60 Sekunden dann wurde er schwächer und löste sich auf. Schäden konnte ich keine feststellen. Es hatte wolkenlosen Himmel, 32 Crad und es war windstill."

21.06.2008 Westerheim
Baden-Württemberg
n.bek. Zeitpunkt: kurz vor 17:00 Uhr MESZ. Ein größerer Staubteufel richtet Schäden bei einer Sonnenwendfeier an.

Windhose fegt durchs Fest (Südwest Aktiv, 23.06.08)
Windhose wirbelt Zelte durch die Luft (Südwest Aktiv, 23.06.08)
Albvereinsgruppen feiern den Sommer (Schwäbische Zeitung, 23.06.08)
Verletzter Sani wieder dabei (Schwäbische Zeitung, 23.06.08)
Windhose hinterlässt Verwüstung (Schwäbische Zeitung, 24.06.08)
Verrücktes Wetter: Windhose, Sturm, Hagel (Schwäbische Zeitung, 24.06.08)

15.05.2008 Waren-Kamerun
Mecklenburg-Vorpommern
n.bek. Zeitpunkt: gegen 17:10 Uhr MESZ. Nach verschiedenen Meldungen sollen in Kamerun, einem Ortsteil von Waren an der Müritz, u.a. drei Wohnwagen beschädigt und ein Schlauchboot durch die Luft gewirbelt worden sein.

Staubteufel in Kamerun (Skywarn)
Tornado/Kleintrombe in Meckl.-Vorpommern? (WZ-Forum)

07.05.2008 Sedelsberg
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: nachmittags. "Mittwoch, 07.05.08 Sedelsberg: FCS 2 spielt gegen SV Altenoythe 3 Remis [...] Kurioses am Rande: Mitte der ersten Halbzeit zog eine Windhose über den Platz und riss dabei die Jacke einer Zuschauerin ca. 30 Meter in die Luft. Kurz vor der Ems kam diese dann wieder runter." (Quelle: FC Sedelsberg)

Aktuelles vom FCS (FC Sedelsberg)

04.05.2008 Köln
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: gegen 14:30 Uhr MESZ. Bericht eines Augenzeugen: "Heute Nachmittag gegen 14.30 zog eine kleine Windhose über die Kölner Südstadt. Ich war auf dem Trödelmarkt am Südstadion - der Wirbelsturm hatte am Boden einen Durchmesser von wenigen Metern. Er riss die Stände um und trug schwere Sonnenschirme schätzungsweise 50 Meter in die Höhe und hunderte Meter weit. Die Drehung war durch den aufgewirbelten Staub ganz deutlich zu erkennen."

26.04.2008 Bonn
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: nachmittags. Ein recht spektakulärer Staubteufel bildete sich auf einem Fußballplatz, verletzt wurde aber niemand.

Beeindruckender "Dust Devil" heute in Bonn (WZ_Forum)
Video und Bericht in der Aktuellen Stunde (WDR, 22.07.07)

21.07.2007 Travemünde
Schleswig-Holstein
n.bek. Zeitpunkt: ca. 15:00 Uhr MESZ. Bei sonnigem Wetter wurden einige Gegenstände hochgewirbelt. Durch die dann über eine große Strecke wieder herabfallenden Gegenstände wurde aber niemand verletzt.

Lars in der Windhose? Oder was war das? (Travemünde.Netz, 21.07.07)
Lars in der Windhose? Wahrscheinlich schon (Travemünde.Netz, 22.07.07)

28.06.2007 Fellbach
Baden-Württemberg
n.bek. Zeitpunkt: ca. 12:30 Uhr MESZ. In einem Freibad entstand ein Staubteufel, der Gegenstände mit sich riss und dabei einen Badegast am Kopf verletzte. In der lokalen Presse wurde er allerdings mit einem Tornado (= Windhose) verwechselt.

Windhose sorgt für richtig Wirbel im Freibad (Stuttgarter Zeitung)

10.06.2007 Husum
Niedersachsen
n.bek. Zeitpunkt: zwischen 16 und 17 Uhr MESZ. Großer Staubteufel an einem Baggersee, dazu ein Augenzeugenbericht: "Gegen ca. 16/17Uhr haben wir heute einen beeindruckenden Wirbel erlebt. In Husum bei Rehburg - Loccum (Anmerkung: Landkreis Nienburg (Weser), Niedersachsen) bedindet sich ein Baggersee. Wir waren mit einem Schlauchboot auf dem See und wurden aufmersam durch Schreie vom ca. 500 m entfernten Strand. Dort sahen wir, wie ein Tornado - sichtbar durch die Strandsandverwirbelungen - für ca. 1 -2 Minuten auf der Stelle enorm wirbelte. Mitgerissene Sonnenschirme, ein Schlauchboot, Handtücher, ein Strandzelt, Zeitungen usw. waren im Trichter zu sehen und landeten später in näherer Umgebung. Es war faszinierend anzusehen, zugleich aber auch beängstigend und wir rudernten Richtung Ufer. Plötzlich löste sich der sichtbare Teil von unten nach oben auf. Nach wenigen Sekunden spürten wir - noch immer auf dem See - einen leichten Wind. Am Ufer konnten wir beobachten, dass ein stärkerer Wind wehte, die Menschen ihre Schirme und Sachen festhielten. Nach insgesamt ca. 3-4 Minuten war alles vorbei. Beängstigend war bei dieser gesamten erlebten Situation, dass das Wetter sehr gut war. Vorher war es völlig windstill, der Himmel war nur leicht bewölkt, es war enorm warm und aus dem "Nichts" entstand dieses Phänomen, anschließend war es wieder windstill, als wäre nichts gewesen."

10.06.2007 Leipzig
Sachsen
n.bek. Ein ausgeprägter Staubteufel entstand auf der Laufbahn eines Sportplatzes während eines Fußballspiels, das kurzzeitig sogar unterbrochen wurde.

Miniwirbel (Fotocommunity)

01.05.2007 Ulm
Baden-Württemberg
n.bek. Aus einer Meldung im ulmerforum: "Folie machte sich selbstständig - Ulm / Am Samstag Nachmittag gg. 15.40 Uhr wurde durch eine Windhose eine Folie über die B 28 zwischen Ulm und Blaustein geweht. Die Kunststofffolie diente als Abdeckung auf einem nahe gelegenen Acker und wickelte sich u m ein dort befindliche Hochspannungsleitung. Die Folie konnte von der Feuerwehr mit einer Drehleiter entfernt werden, nachdem der Strom dort abgeschaltet worden war. - Nachricht vom 1.5.07 13:54"

Folie machte sich selbstständig (ulmerforum)

28.04.2007 Neuhof
Hessen
Alfred Schweizer
n.bek. Zeitpunkt: ca. 15:10 Uhr MESZ.

Staubteufel in Neuhof bei Fulda

23.04.2007 Ühlingen-Birkendorf
Baden-Württemberg
n.bek. Nach einer Meldung des Südkurier vom 24.04.07 soll in einem Neubaugebiet eine Windhose aufgetreten sein: "Gegen 14.30 Uhr fegte gestern eine Windhose durch das Neubaugebiet, hob einen kleinen einachsigen Anhänger etwa sieben bis acht Meter weit zur Seite, blies das sechs Meter lange Abdeckblech einer Holzbiege runde 200 Meter lang durch das Gelände, wirbelte Plastikhüllen von der Hallen-Baustelle unter den Hochspannungsmasten herum und ließ nebenbei noch ein paar Dachziegel mitgehen." Nach Befragung der Augenzeugen handelte es sich um einen ungewöhnlich starken Staubteufel, ein Tornado kann ausgeschlossen werden.

Reichlich aufgeblasen (Südkurier)
Diskussion (Schweizer Sturmforum)

17.04.2007 Homburg
Saarland
n.bek. Nach den vorliegenden Berichten sollen mehrere Augenzeugen auf einem Firmengelände in der Beeder Straße gegen 15.30 Uhr eine Windhose (Originalton: "Wirbel") beobachtet haben, die über eine Lagerhalle zog, Teile des Blechdachs löste und 30 bis 40 Meter weit schleuderte. Ebenfalls seien von umliegenden Bäumen Äste in das Gelände geschleudert worden. Nach Befragung von Augenzeugen handelte es sich um einen starken Staubteufel, ein Tornado kann ausgeschlossen werden.

11.04.2007 Nordlünen
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Zeitpunkt: Nachmittag oder früher Abend. Nach einem Zeitungsbericht soll eine Windhose das Dach eines Schuppens abgedeckt haben: "Nordlünen. Eine Windhose hat binnen weniger Sekunden in einem Garten an der Lippkampstraße 21 das Blechdach eines Geräteschuppens abgedeckt und die flachen Blechplatten aufgefaltet. Verletzt wurde glücklicherweise niemand." (Quelle: WAZ) Unter Hochdruckeinfluss bei starker Sonneneinstrahlung wäre aber ein Tornado an diesem Tag nicht zu erwarten, es dürfte sich um einen Staubteufel gehandelt haben.

06.08.2006 Edewecht
Niedersachsen
n.bek. Nach Auskunft der Feuerwehr Edewecht trat dieser Wirbel am 06.08.2006 zwischen 14 und 16 Uhr auf: "Da an diesem Tag eine Veranstalltung (Tractor Pulling) durch die Feuerwehr gesichert wurde, konnten die Kameraden die Windhose beobachten. Die Windhose befand sich ca. 500 Meter von der Veranstalltung entfernt, auf einem freien Gelände. Die Größe der Windhose betrug ca. 15 Meter. Da es sich die Windhose auf freier Fläche ereignet kam es zu keinen Schäden. Jedoch berichteten die Kameraden, dass der Wind den Sand so in die Gesichter peitschte, dass es kaum zu ertragen war. Das Wetter war sehr warm, ca. 27 Grad Celsius, leichte Bewölkung."

06.08.2006 Uphusum
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 08.08.2006: "Ein Wirbelsturm hat in Uphusum (Kreis Nordfriesland) ein Festzelt in die Luft gehoben und weggetragen. Der Bürgerfestverein feierte sein Sommerfest, als der Wind das 6 mal 18 Meter große Zelt, das keinen Fußboden hatte, fliegen ließ. 20 Meter weiter landete es wieder. Wie die Polizei gestern mitteilte, waren etwa 25 Gäste in dem Zelt. Ein Mädchen wurde mit Verdacht auf einen Schock in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr baute das Zelt ab. Die Feier aber wurde fortgesetzt."

Windhose versetzte Zelt um 20 Meter (Flensburg Online, 07.08.2006)
Wirbelsturm reißt Festzelt in die Luft (Hamburger Abendblatt, 08.08.2006)

20.05.2004 Lollar-Salzböden
Hessen
n.bek. Ein Wäscheständer wurde durch eine "Windhose" in Rotation versetzt, die Wäschestücke in große Höhen emporgehoben und weit verfrachtet.

Uniformhemden im Wind (Presseportal, 21.05.2004)

29.04.2004 Gichenbachshof
Hessen
n.bek. Ein Staubteufel verfrachtete am Gichenbachshof im Landkreis Fulda in der Rhön ein Garagendach in den nächstgelegenen Garten.

09.08.2003 Hildesheim
Niedersachsen
n.bek. Bei extremer Hitze entstand dieser Staubteufel auf der Landebahn des Flugplatz Hildesheim, wo gerade das MeraLuna-Festival stattfand. Der Staubteufel zog durch das dortige Zeltlager und diverse Pavilions - bzw deren Häringe - wurden aus dem Boden gezogen und geschätzte 40 Meter in die Luft gehoben, dazu viel Staub und Kleinteile wie Flaschen etc.

11.08.1980 Berlin n.bek. "1980 In Kladow wird gegen 13.15 Uhr eine Windhose bzw. Kleintrombe beobachtet, die gedroschenes Stroh 500 Meter weit und 100 Meter hoch wirbelte." (Quelle: Berlin am 11. August, Berlin von A bis Z)

14.06.1976 Löffingen
Baden-Württemberg
n.bek. Ein Augenzeuge berichtet: "Ich befand mich zu dem Zeitpunkt im Löffinger Waldbad (Freibad), als plötzlich das Wasser aufgewirbelt wurde und Kleidungsstücke durch die Gegend flogen. Augenzeugen haben berichtet, das ein Baby von einer Liege hochgehoben wurde und in einem Papierkorb landete (ohne Verletzungen). Auf dem Heimweg haben wir gesehen, dass diverse Kleidungsstücke auf den Hochspannungsleitungen hingen und in den Wiesen verteilt herumlagen. Soweit ich es weiß, gab es keine größeren Schäden. Das Wetter war hochsommerlich warm und die Sonne schien. Gewitter o. ä. gab es an diesem Tag nicht."

Sommer 1975 Düsseldorf
Nordrhein-Westfalen
n.bek. Staubteufel im Freibad Düsseldorf-Benrath.

Staubteufel im Freibad Düsseldorf-Benrath (Armin Opherden)

11.06.1957 Berlin n.bek. "11. 06. Eine plötzlich auftretende Windhose rast im Freibad Humboldthain (Wedding) über die Liegewiese und wirbelt Bekleidungsstücke der Badegäste bis zu 40 Meter hoch in die Luft." (Quelle: Berlin im Jahr 1957, Berlin von A bis Z)

23.04.1954 Walle
Bremen
n.bek. Aus einer Meldung des Weser-Kurier vom 24. April 1954: "Gestern nachmittag in Walle: Staubtrombe deckte Dächer ab. Luftschlauch über eine halbe Stunde sichtbar. Gestern nachmittag gegen 14.45 Uhr blieben die Passanten in der Nähe der Großgärtnerei Wilhelm Kähler in Walle überrascht stehen. Hier hatte sich nach langanhaltender Sonneneinstrahlung eine kleine Windhose, eine Trombe, gebildet, die durch mitgerissenen Staub und Papierfetzen bald deutlich sichtbar wurde. Diese Staubtrombe, wie sich auch genannt wird, war über eine halbe Stunde sichtbar. Sie beschädigte die Gewächshausdächer der Gärtnerei, Personen kamen jedoch nicht zu Schaden."

26.05.1953 Mölln
Schleswig-Holstein
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 27.04.1953: "Eine bei Sonnenschein unerwartet auftretende Windhose hat in Mölln in einer Gärtnerei drei große Frühbeetfenster etwa 15 Meter hoch in die Luft geschleudert. Der Gärtner, der gerade an einem Frühbeet arbeitete, brachte sich im Treibhaus in Sicherheit, bevor die Fenster herunterstürzten und auf den Beeten zersplitterten."

Windhose bei Mölln (Hamburger Abendblatt, 27.04.1953)

21.04.1953 Bahrenfeld
Hamburg
n.bek. Aus einer Meldung des Hamburger Abendblattes vom 22.04.1953: "Anwohner der Bahrenfelder Chaussee und der Lutherhöhe beobachteten gestern kurz nach 16 Uhr eine Windhose, die Staub hoch in die Luft wirbelte und mehrfach ihre Richtung änderte. Die Erscheinung löste sich nach etwa fünf Minuten auf. Meteorologen erklären dazu, daß diese Windhose wahrscheinlich durch die Uberhitzung des Bodens infolge starker Sonneneinstrahlung entstanden ist"

Windhose über Bahrenfeld (Hamburger Abendblatt, 22.04.1953)

30.06.1952 Wennenkamp
Niedersachsen
n.bek. Genaues Datum unsicher. Aus einer Meldung der Schaumburger Zeitung vom 02. Juli 1952: "Windhose trug Heuhaufen fort - Wennenkamp. Ein seltenes Erlebnis hatten in diesen Tagen einige Einwohner von Wennenkamp. Beim Heuaufladen wurden sie plötzlich von einer Windhose überrascht. Die Heuhaufen wurden auseinander gerissen, etwa 50 Meter hoch gehoben und 200 bis 300 Meter weit getragen. Die Betroffenen mußten ihr Heu aus Kornfeldern und Hecken wieder zusammensuchen."



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